Passend zum Europatag am 9. Mai begrüßte das Europa-Gymnasium den Pressesprecher Alain Gar von Infocity TV. Herr Gar besuchte den bilingualen Grundkurs der Jahrgangsstufe 11 zur Vorbereitung auf einen deutsch-französischen Blickaustausch, der gemeinsam mit den Abgeordneten Thomas Gebhart und Vincent Thiébaut noch in diesem Jahr am Europa-Gymnasium stattfinden soll.

Nach einer Begrüßung durch Jannes, der Herrn Gar den bilingualen Parcours unserer Schule vorstellte, wollte Neil wissen, warum sich Herr Gar als überzeugter Europäer fühle. Begeistert berichtete dieser von der Assemblée parlementaire franco-allemande und erläuterte eindrucksvoll, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich sei. Gemeinsam repräsentieren beide Länder rund 150 Millionen Einwohner und bilden damit ein bedeutendes europäisches Gewicht in der Weltpolitik.

Einige Schülerinnen und Schüler der bilingualen Klasse hatten bereits im Februar an der PAMINA-Klimakonferenz in Bad Bergzabern teilgenommen. Piet nutzte deshalb das Treffen, um Herrn Gar auf die Bedeutung gemeinsamer Klimaschutzmaßnahmen im PAMINA-Raum aufmerksam zu machen. Ziel sei es, die politischen Vertreter mit konkreten Ideen und Forderungen zu konfrontieren und Unterstützung für eigene Projekte zu gewinnen.

Raphael sprach beispielsweise über die Notwendigkeit, das Schoolticket auch Oberstufenschülerinnen und -schülern anzubieten. Nur so könnten junge Menschen weiterhin die Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs nutzen und müssten nicht auf private Autos umsteigen. Gerade hier entstünden vermeidbare Klimabelastungen, während sich Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an wenig nachhaltige Mobilität gewöhnten.

Auch das Thema Energie spielte eine wichtige Rolle. Angelina sprach mit Herrn Gar über die hohen Energiekosten des Europa-Gymnasiums und das bislang ungenutzte Potenzial der Schuldächer zur Nutzung von Solarenergie. Durch die optimale Ausrichtung der Schuldächer könnte das Europa-Gymnasium einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung leisten. Die Schülerinnen und Schüler fragten sich, warum dieses Potenzial – anders als in vielen Gemeinden der Region in Deutschland und Frankreich – bisher noch nicht genutzt werde.

Darüber hinaus engagiert sich der bilinguale Grundkurs für die Entsiegelung von Flächen rund um das Schulgebäude. Mia berichtete vom vorherigen bilingualen Grundkurs, der im Rahmen des Projekts „Klimastaffel“ durch das Interreg-Projekt Oberrhein Tres‘OR das Lycée Marc Bloch in Bischheim besucht hatte. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll erleben, wie gegen sogenannte „îlots de chaleur“ – Hitzeinseln – vorgegangen wird: durch das Aufbrechen versiegelter Flächen, das Pflanzen von Bäumen und die Schaffung grüner Aufenthaltsräume. Auch diese Ideen möchten die Schülerinnen und Schüler nun am EGW vorantreiben.

U14-Mädels des EGW kämpfen sich beim Bundesfinale in Berlin auf Platz 9

Vom 05. bis 09. Mai stand für unsere U14-Handballerinnen das große Abenteuer Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin auf dem Programm. Schon die Teilnahme an diesem Turnier war ein riesiger Erfolg – schließlich treffen dort die besten Schulmannschaften Deutschlands aufeinander, darunter zahlreiche Sportgymnasien und Internate mit professionellen Trainingsstrukturen.

Doch unsere Mädels wollten mehr als nur dabei sein. Sie wollten zeigen, dass Leidenschaft, Teamgeist und Wille genauso viel wert sein können wie perfekte Bedingungen.

Schwieriger Start auf großer Bühne

Die Vorrunde hatte es direkt in sich. Gegen starke Teams aus Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein warteten echte Herausforderungen auf die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz.

Im Auftaktspiel gegen das Sportgymnasium Brandenburg zeigte das EGW direkt eine beeindruckende Leistung. Mit großem Kampfgeist, mutigem Spiel und einer starken Defensive hielten unsere Mädels bis zur letzten Sekunde dagegen. Am Ende fehlte nur ein einziges Tor – die knappe 12:13-Niederlage war bitter, machte aber gleichzeitig Mut.

Im zweiten Spiel gegen Hamburg (die im Verlauf des Turniers Platz 3 erreichten) mussten unsere Spielerinnen dann erfahren, wie hoch das Niveau beim Bundesfinale ist. Gegen körperlich starke und eingespielte Gegnerinnen fand das EGW nie richtig ins Spiel und verlor deutlich mit 7:13.

Auch im letzten Vorrundenspiel gegen Schleswig-Holstein (die im Verlauf des Turniers Platz 6 erreichten) kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss, musste sich am Ende jedoch verdient mit 8:11 geschlagen geben.

Damit war die Ausgangslage nach dem ersten Turniertag denkbar schwierig. Die Enttäuschung war groß, die Motivation zunächst im Keller. Nach drei Niederlagen schien vieles gegen das EGW zu laufen.

Ob in der Schule, im Straßenverkehr oder zu Hause: Unfälle sind schnell passiert. Doch viele wissen nicht, was zu tun ist. Deshalb bieten wir in diesem Jahr in den Sommerferien wieder mehrere Erste-Hilfe-Kurse an unserer Schule an. Diese können wir durch unsere Kooperation mit dem DRK zu einem günstigen Preis von 30 Euro pro Person (statt regulär 60 Euro) durchführen. Nach erfolgreicher Teilnahme am Kurs erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bestätigung, die sie z.B. für den Führerschein verwenden können. Die Kursanmeldung ist hier möglich.

Die AG „Schülerwettbewerbe der politischen Bildung“ des Europa-Gymnasiums kann erneut einen großen Erfolg feiern: Beim „Eine Welt für alle“-Wettbewerb, an dem bundesweit rund 500 Klassen und Arbeitsgemeinschaften teilnahmen, wurde der diesjährige Videobeitrag der Schülergruppe mit einem der begehrten Geldpreise ausgezeichnet. Die von Herrn Bertram geleitete AG überzeugte die Jury mit ihrem Beitrag „Aufklären, mitdenken, mitfühlen! Wie Bildungsprojekte an Schulen Desinformationen über Länder des Globalen Südens wie Burundi entlarven und unsere internationale Gemeinschaft stärken“.

In ihrer Bewertung lobte die Jury die Arbeit der Schülerinnen und Schüler: „Ihre Schülerinnen und Schüler haben ein großes Engagement für die nachhaltige Gestaltung der EINEN WELT bewiesen und gezeigt, dass sie sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben.“ Als besondere Anerkennung erhielten alle Teilnehmenden – neben dem Geldpreis – persönliche Urkunden mit der Unterschrift von Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Im Mittelpunkt des ausgezeichneten Videos standen tiefgründige Recherchen zum Thema Burundi und zur Darstellung afrikanischer Länder in den Sozialen Medien. Die Schülerinnen und Schüler beleuchteten dabei kritisch, wie Desinformationen entstehen und wie Bildungsarbeit dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und internationale Solidarität zu stärken. Für ihren Beitrag führten die Jugendlichen unter anderem Interviews mit Frau Oehm, Lehrerin am EGW und Expertin zum Thema „Burundi“, mit Philipp Ziser von Burundi Kids e.V. sowie mit Nadège Horimbere von der Fondation Stamm direkt aus Burundi durch. Ergänzt wurde das Video durch eine Straßenumfrage sowie eine Zusammenstellung zahlreicher bereits durchgeführter und geplanter Aktionen am EGW zum Thema globale Verantwortung und Entwicklungspolitik.

An dem preisgekrönten Projekt beteiligt waren Joey Baumann (MSS 12), Charlotte Funk (MSS 11), Leona Gjuraj (MSS 11), Julia Griesbeck (MSS 11), Mariella Haas (MSS 11), Amaya Hoffmann (MSS 13), Anastasija Kurichenko (9c), Mia Malolepszy (10a), Steffen Steeg (MSS 11), Torben Weber (MSS 11), Jarno Werling (MSS 11), Miriam Wermuth (9c) und Marietta Wronka (MSS 13).

Mit dem erneuten Erfolg unterstreicht die AG eindrucksvoll, wie engagiert sich Schülerinnen und Schüler des Europa-Gymnasiums mit globalen Themen auseinandersetzen und Verantwortung für eine gerechtere Welt übernehmen.

Am 28.04.2026 sind wir, die Klasse 9d, mit unserem Erdkundelehrer Herr Lüdtke sowie dem Erdkunde LK12 in Begleitung von Herr Klohe nach Strasbourg gefahren. Nicht nur um die Stadt besser kennen zu lernen, sondern vor allem um einen Blick in das Europaparlament zu werfen. Zuerst haben wir Aufgaben bekommen um stadtgeographische Inhalte zu erarbeiten. Dies klingt zunächst vielleicht etwas langweilig, war es jedoch nicht einmal im Ansatz. Die Aufgaben, zum Beispiel eine Fotodokumentation, haben uns an viele schöne Orte geführt, uns zwischendurch auch knobeln lassen und trotzdem genug Raum für Freizeit gegeben. Viele waren etwas essen (Éclaires) oder haben Souvenirs gekauft. Besonders beliebt war jedoch die große Auswahl an Macarons.

Anschließend ging es dann in das Europaparlament, wo uns der Bili GK 12 von Frau Thoyer komplettierte. Nach kurzem Warten und einer Sicherheitskontrolle ging es dann in den riesigen Innenhof, wo uns die Geschichte des Baus näher gebracht wurde, was für viele von uns beeindruckend war. Wenn man dort noch nicht verstanden hat wie bedeutend das Europaparlament ist, dann spätestens im Plenarsaal. In diesem durften wir uns eine Sitzung anhören. Herausgestochen ist hier, dass alle Abgeordneten in ihrer Muttersprache gesprochen haben und wir auf die Simultanübersetzungen via Kopfhörer angewiesen waren. Daran anknüpfend konnten wir der EU - Abgeordneten Hildegard Bentele (CDU/CSU) Fragen stellen und ein wenig hinter die Kulissen schauen.

Am Ende des Tages waren wir zwar alle ein wenig erschöpft, doch aufgrund der vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt.

Dass das Fach Spanisch seit einigen Jahren fester Bestandteil des Grund- und Leistungskursangebots am Europa-Gymnasium Wörth ist, stellt nach wie vor eine Besonderheit unter den Schulen im Land dar, da das EGW eines der wenigen Gymnasien in Rheinland-Pfalz ist, das Spanisch in diesem Umfang bis zum Abitur anbietet. Wir freuen uns, dass auch die Redaktion der „Rheinpfalz“ auf dieses „einzigartige Angebot in der Region“ aufmerksam wurde und am 04.04.2026 den Artikel „Mit Spanisch zum Abi“ veröffentlichte, in dem einige Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12 (Nelly Görrißen, Luca Johannes Gehrlein, Julian Klimesch, Luca Margiotta) über ihre persönliche Entscheidung und Motivation für das Erlernen der spanischen Sprache berichteten und die Bedeutung für ihre Zukunftspläne hervorhoben. Dass Spanisch am Europa-Gymnasium weit mehr darstellt als das reine Erlernen der Sprache, schilderte der Artikel, indem verschiedene Zusatzangebote wie die Valencia Fahrt der MSS11, die Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen, sowie gemeinsame Filmnachmittage erwähnt wurden. Dass sich Spanisch seit der Einführung als AG im Jahr 2007/2008 bis heute am Europa-Gymnasium als Abiturfach etabliert hat, unterstrich der Bericht auch durch die Tatsache, dass viele Spanischschülerinnen und -schüler sich als Teil einer Gemeinschaft fühlen, die mit der Wahl der 3. Fremdsprache ab der 9. Klasse beginnt.

In der Lateingruppe der Klasse 6g haben wir zu einem lateinischen Text ein Storyboard angefertigt. Dies hatte acht Bilder. Bei dieser Aufgabe konnte jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen, denn man konnte sowohl den Computer als auch einen Stift oder Pinsel zum Erstellen verwenden. Mehrere Wochen haben wir gezeichnet, kreiert, aber auch wegradiert und gelöscht. Trotzdem hat es allen großen Spaß gemacht sich immer wieder neue Details für ihre Comics einfallen zu lassen. Und als am Ende alle Storyboards fertig waren, mussten wir zugeben, dass wir nicht gedacht hätten, dass so viele schöne, aber vor allem unterschiedliche Ergebnisse dabei herauskommen. Doch genau das ist ja das Tolle an der Kunst: auch wenn etwas das Gleiche beschreibt, kann es sehr unterschiedlich sein.

Hier geht es zum Storyboard.

Die Theater-AG des Europa-Gymnasiums Wörth lädt Sie herzlich zum diesjährigen Theaterstück am 29.05. und 30.05. im MSS-Bau der Schule ein.

Karten erhalten Sie im Vorverkauf in den Pausen sowie – solange der Vorrat reicht – an der Abendkasse.

In diesem Jahr gehen wir einen anderen Weg: Statt ein bestehendes Stück aufzuführen, haben wir NO EXIT von Grund auf selbst entwickelt. Entstanden ist ein intensiver Theaterabend, der aus den Ideen, Fragen und Erfahrungen unserer Schülerinnen und Schüler gewachsen ist.
 
NO EXIT ist kein klassisches Theaterstück.
Es ist ein Raum. Ein Zustand. Eine Begegnung.
 
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
C. Belle Volkemer und Julian Weis

Im Rahmen der diesjährigen Feierstunde am 25. März 2026 nahmen 130 Schülerinnen und Schüler ihre Abiturzeugnisse entgegen.

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Dr. Holger Hauptmann und dessen Appell, im Kant´schen Sinne mutig selbst zu denken und neue Gestaltungsspielräume zu entdecken, griffen Katharina Oehm und Lucile Thoyer, stellvertretend für das Lehrerkollegium des EGW, das diesjährige Abimotto auf. Humorvoll blickten sie auf ihre eigene Mission zurück, auf ihre Lebenswege, die sie schließlich als Bili-Lehrerinnen an das Europa-Gymnasium geführt haben. Die beiden Mesdames formulierten aber auch eine eindringliche Mission für unsere Graduierten: In Zeiten des Euroskeptizismus und fragiler Demokratien ist es an der jungen Generation, sich als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und Europäerinnen und Europäer zu fühlen und sich von diesem Leitgedanken tragen zu lassen.

Norbert Pirron verwies auf die lateinische Wurzel des Wortes Abitur, nämlich „abire“, weggehen, und betonte, dass eben jenes Abitur der verdiente Lohn für all die Arbeit, Mühe und Ausdauer sei.

Bürgermeister Steffen Weiß legte mit zahlreichen Reminiszenzen an die James-Bond-Filmreihe dar, weshalb die bisherige Schullaufbahn und ihr Abschluss in einem solchen Agentenblockbuster lediglich der Vorspann ist und ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten, das Drehbuch ihres Lebens selbst zu schreiben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge erinnerte Evelyn Hoffmann, Mutter einer Abiturientin und Schulelternsprecherin, an die nicht zu unterschätzende Rolle der Eltern während der langen Jahre des Lernens. Auch Eltern bräuchten Geduld und einen langen Atem, wenn „Jetzt chill doch mal“ und „Apokalypse“ Hand in Hand gingen. Auch Frau Hoffmann verwies auf einen großen abendländischen Philosophen, auf René Descartes, und dessen Worte „Ich denke, also bin ich“, die als Aufforderung, eigenständig um Willen und Worte zu ringen, in die heutige Zeit hineinreichen.

In der Abiturrede des Jahrgangs verwoben Isabella Hilsinger und Julian Hust eloquent und schelmisch das Abimotto „Abitur 007 – Mission erfüllt, fragt nicht wie“ mit einem Rückblick auf die vergangenen dreizehn Schuljahre. Sie schilderten, wie der Jahrgang zahlreiche Lizenzen zum Problemlösen erwarb, Auslandseinsätze meisterte und Spezialoperationen zu einem erfolgreichen Ende führte. Es wurden aber auch die „Akten des Dankes“ geöffnet und ein wertschätzender Blick auf die Unterstützung durch die Lehrkräfte, die Schulleitung und die Eltern gewährt.

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