Unter diesem Motto ging der Strasbourg-Austausch in diesem Schuljahr in die dritte Runde. Nach dem einwöchigen Besuch der französischen Schüler im Herbst machte sich die 7f am 23. Mai mit großen Koffern und Erwartungen auf den Weg nach Strasbourg, um dort ihre Austauschpartner vom Collège Lucie Berger wiederzutreffen, an ihrem Alltag teilzuhaben, ins Schulleben einzutauchen und Strasbourg zu entdecken. Ein kleiner Rückblick:

Jeudi, 23 mai : « Ça bouge à l'école ! »
„Nach einer lustigen Busfahrt erreichten wir die Tore unserer Austauschschule, wo wir über den Pausenhof geführt wurden und nun einmal selbst in der Situation der neuen Austauschschüler waren. Nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, stand eine Rallye auf der Tagesordnung, bei welcher wir die Schule besser kennenlernen durften. Die von unseren Austauschpartnern selbst entworfene Rallye stand unter dem Thema « Ça bouge ». Die Grundidee war, dass wir eine Armee gegen Fabelwesen aufstellen sollten, welche verhindern wollten, dass wir uns bewegen. Wir alle hatten großen Spaß, konnten mit vereinten Kräften jene Fabelwesen schlagen und uns nun in Strasbourg frei bewegen.“ (Annika Schmidt)

« Ça bouge dans tous les sens ! »
Die im Kampf gegen die Fabelwesen errungene Bewegungsfreiheit führte uns nach dem Mittagessen in den Trampolinpark Mundolsheim. Eine ganze Stunde konnten wir uns hier austoben. Es gab unzählige Trampolins, eine Schaumstoffgrube und Hindernisparcours. Das Highlight aber war die „Faucheuse“, die selbst die erfahrensten Springer zu Fall brachte. Nach soviel Bewegung war es auf dem Rückweg verdächtig leise im Bus. Eine kurze Verschnaufpause. Denn es stand der erste Abend in den Familien bevor.

Vendredi, 24 mai : « Au Moyen-Age, c’est la société qui bouge ! »
Am folgenden Tag bewegten wir uns hinaus in die oberrheinische Tiefebene und erklommen die bei Orschwiller gelegene Burganlage der Haut-Kœnigsbourg. Nach einer sportlichen Aufwärmphase vorm Burgtor unter der Regie von Lucas und Victor ging es treppauf und treppab. Die französischen Schüler hatten im Vorfeld eigens eine Führung vorbereitet und standen uns nun, verteilt auf mehrere Stationen, mit Erläuterungen zu einzelnen Räumen der Burganlage zur Seite. Sie haben sich für uns viel Mühe gemacht und es war interessanter als eine gewöhnliche Burgführung!

« Et voilà nous qui bougeons ! »
Nach dieser Zeitreise durch die Geschichte stand am Nachmittag ein weiteres Mal der Sport als verbindendes Element auf dem Programm. In deutsch-französischen Mannschaften wurde ein Bowling-Turnier ausgetragen. « Après avoir visité le chateau Haut-Kœnigsbourg, nous sommes allés à Molsheim pour jouer au bowling. En petits groupes, on a joué deux parties et on a bien rigolé. Mais après cette belle journée, nous étions fatigués et épuisés. » (Samuel Becker)

Samedi et dimanche, 25-26 mai : « Ça bouge en famille ! »
„Am Wochenende waren wir alle in unseren Gastfamilien. Viele unternahmen dennoch etwas in kleinen Gruppen, genauso wie wir. Wir fuhren am Samstag nach Hagenau ins Schwimmbad. Dort trafen wir eine Freundin meiner Austauschschülerin mit ihrer Austauschpartnerin. Gemeinsam verbrachten wir einen lustigen Nachmittag dort. Als wir das Schwimmbad verließen, aßen wir in einem kleinen Café in der Stadt. Es gab französische Spezialitäten wie Quiche Lorraine und etwas, das mit Pastete gefüllt war, wovon ich aber leider den Namen nicht weiß. Am Abend besuchten wir eine Freundin, die Geburtstag hatte, und feierten gemeinsam. Sonntags war in Frankreich Muttertag. Wir fuhren morgens zu Verwandten und brunchten dort sehr gut. Es gab zum Beispiel Pancakes, Baguette, Croissants und verschiedene kleine süße Teilchen. Am Nachmittag gingen wir im Park spazieren und aßen Eis. Insgesamt war es ein sehr lustiges und schönes Wochenende.“ (Mina Logé)

Lundi, 27 mai : « Ça bouge dans la ville ! »
Am Montagmorgen hatten unsere Austauschpartner Unterricht und so gingen wir mit unseren Lehrern allein auf Entdeckung. Auf dem Barrage Vauban, einer historischen Anlage zur Verteidigung der Stadt, sangen wir für Julia und Jonas erst einmal ein Geburtstagsständchen. Von da ging es über die Ponts Couverts zur Petite France. Dort bestaunten wir u.a. die Maison des Tanneurs und die Schleuse, die wir wenig später bei einer Rundfahrt auf der Ill selbst passierten. Mit dem Boot ging es vom historischen Stadtkern bis hinaus zum Europa-Parlament. Bastienne Boltz berichtet: „Die Bootstour und die damit verbundene Besichtigung der Petite France waren sehr schöne Ereignisse. Wir bezogen aus dieser audiogeführten Bootstour viele Informationen und geschichtliche Hintergründe, welche wir bis zu jenem Zeitpunkt noch nicht kannten. So erfuhren wir z.B., woher der Name des Stadtviertels Petite France kommt.“

« Le lundi après-midi, les profs nous ont divisé en deux groupes. Un groupe est allé à la bibliothèque du Grand Séminaire de Strasbourg pendant que l'autre faisait un rallye sur la place de la cathédrale. Moi, j'étais dans le groupe qui a visité en premier la bibliothèque. En fait c'était juste une salle immense de cette bibliothèque ! Sur place, il y avait un homme très expérimenté qui exerce le métier de bibliothécaire depuis plus de 40 ans. Ce monsieur nous a montré les livres les plus vieux et les plus importants et nous a raconté le passé de Strasbourg et sa bibliothèque fabuleuse. Après cette visite, nous avons changé de groupe. C'est à dire que nous sommes allés faire le rallye et les autres sont allés à la bibliothèque. Pour ce rallye, on s'est retrouvés à six (Allemands et Français). Il fallait répondre à plein de questions à propos de la cathèdrale. En fait dans notre groupe, il y avait juste un Français (David) qui a tout fait  Il était comme un bolide. Pour la dernière tâche, il fallait demander à trois personnes différéntes pour quelle raison elles étaient à Strasbourg. Avec mon groupe, nous avons rencontré des gens de Nouvelle-Zélande. WOWWW !! Ils étaient très sympas (toutes les personnes) et ce rallye était un des meilleurs de ma vie. » (Victor Apitz)

Mardi, 28 mai : « Ça bouge en Europe ! »
Am letzten Tag standen zunächst Unterrichtsbesuche auf dem Programm. Jonas Hardardt weiß zu berichten: „Der Unterricht in französischen Schulen ist 55 Minuten lang und sonst ziemlich gleich mit dem deutschen: Sie arbeiten z.B. auch mit Heft, Buch und Arbeitsheft. Allerdings gibt es in der Partnerschule in jedem Klassenzimmer ein Smart-Board. Die Klassenatmosphäre ist normal und es ist sehr leise.“ Simon Strauch meint: „In Frankreich ist alles ein bisschen strenger als in Deutschland. Die Lehrer akzeptieren kein Zuspätkommen. Aber man merkt auch, dass es etwa Gutes hat. Die Schüler der 5. Klasse können schon sehr gut Deutsch. Es wurde kein leises Flüstern geduldet. Im Matheunterricht, an dem wir teilnahmen, durfte man sich auch beraten und gegenseitig helfen. Im Großen und Ganzen ist es aus meiner Sicht etwas strenger, aber dafür auch disziplinierter als in den Schulen Deutschlands.“
Nach den Unterrichtsbesuchen ging es ins europäische Viertel. Am Wochenende hatten gerade die Europawahlen stattgefunden. So waren wir neugierig zu erfahren, wo europäische Politik gemacht wird. „Als wir im Europa-Viertel angekommen sind, hat uns eine Mitarbeiterin erklärt, wie die Rallye abläuft. Dann durften wir selbst Teams mit jeweils drei Franzosen und drei Deutschen bilden. Und schon ging es los. Zu Fuß mussten wir verschiedene europäische Institutionen finden, uns Slogans ausdenken und Fotos machen. Nach ungefähr einer Stunde haben wir uns wieder am Haus getroffen und die Aufgabenblätter abgegeben. Dann machten wir uns auf den Weg zur Orangerie (ein großer Park in Strasbourg), wo wir picknickten und entweder Fußball spielten oder uns ausruhten. Dort machten wir auch ein Foto von allen.“ (Mika Diallo)

Am Abend gab es schließlich ein Fest zum Abschied. Die Austauschpartner hatten mit ihren Eltern ein Büffet aufgebaut, an dem wir uns stärken konnten. Dann folgte eine kleine Modenschau. Als Wochenaufgabe hatten wir in deutsch-französischer Partnerarbeit Outfits zum Austauschmotto « Ça bouge de partout » kreiert. Diese Kreationen konnten nun in Augenschein genommen werden und ernteten großen Applaus und Urkunden. Außerdem wurden Preise für die verschiedenen Rallyes der Woche verliehen und es gab eine Ausstellung der Lapbooks, die die französischen Schüler über ihren Aufenthalt bei uns in Wörth gestaltet hatten.

Zum Schluss noch ein paar Stimmen zur Austauschwoche:
Mir hat es in Frankreich sehr gut gefallen, weil die Familie sehr nett war und ich mich mit meiner Austauschpartnerin sehr gut verstanden habe. Ich habe viele schöne Dinge zusammen mit ihr und mit der Klasse erlebt. Darüber hinaus habe ich eine neue Freundin gefunden, die ich ohne den Austausch nie kennengelernt hätte. (Anne Klöffer)
Ma famille était très gentille. C'était très bien là-bas. Le bowling et les pique-niques étaient les plus belles activités. (Anna Stieber)
Mir, Carlotta Böttcher, hat der Trampolinpark am besten gefallen. Das Wochenende fand ich auch toll, da man etwas mit der Familie gemacht und sie besser kennengelernt hat. Und man konnte sich mit Freunden treffen.
Französisch live erleben: Wir hatten eine schöne Woche in Frankreich, in der wir viel gelernt und erlebt haben. Die Zeit in der Gastfamilie war besonders schön. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß mit den Franzosen. (Noah Wiese)
Ich fand in Straßburg das Essen und Toben im Park und den Besuch beim Bowlen besonders schön. Wir haben super viel gelacht. Meine Gastfamilie war auch immer nett zu mir und auch das Essen hat super geschmeckt. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. (Laura Schmidt)
Mir hat der Samstag mit der Familie am besten gefallen, da wir die Kathedrale besichtigt haben und noch durch die Straßen in Straßburg geschlendert sind. Außerdem hat mir die Trampolinhalle sehr gut gefallen. (Jana Wambold)
Ich fand die Ausflüge, z.B in die Bowling-Halle oder in die Trampolin-Halle sehr cool. In der Stadt herumzulaufen und am Europa-Parlament herumzufahren war mir ein bisschen zu langweilig. Die Bibliothek war sehr beeindruckend und auch mal was Neues. Die Abschlussfeier war cool. Mit meinem Austauschpartner habe ich mich sehr gut verstanden und in der Familie und Großfamilie habe ich mich wohlgefühlt. Der Austausch war ein spannendes Erlebnis. (Jonas Taraschewski)
Ich fand die gemeinsamen Ausflüge wie z.B nach Haut-Kœnigsburg, zur Trampolinhalle und die Zeit in der Stadt (Münster, Innenstadt) sehr schön. Ebenfalls fand ich die Zeit in der Familie und die Treffen mit anderen Schülern am Wochenende sehr toll. (Alina Eckert)
Für mich war der Austausch sehr spaßig, vor allem die Aktivitäten, die die Deutschen und Franzosen zusammen gemacht haben, wie z.B. die Trampolinhalle oder das Bowlen. (Marlon Kary)

Finalement, un grand merci aux corres et leurs familles qui nous ont accueillis, à Madame Jordan qui a organisé cette semaine d'échange riche, intense et pleine d'aventures et à Madame Trey, qui nous a accompagnés.

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