U14-Mädels des EGW kämpfen sich beim Bundesfinale in Berlin auf Platz 9
Vom 05. bis 09. Mai stand für unsere U14-Handballerinnen das große Abenteuer Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin auf dem Programm. Schon die Teilnahme an diesem Turnier war ein riesiger Erfolg – schließlich treffen dort die besten Schulmannschaften Deutschlands aufeinander, darunter zahlreiche Sportgymnasien und Internate mit professionellen Trainingsstrukturen.
Doch unsere Mädels wollten mehr als nur dabei sein. Sie wollten zeigen, dass Leidenschaft, Teamgeist und Wille genauso viel wert sein können wie perfekte Bedingungen.

Schwieriger Start auf großer Bühne
Die Vorrunde hatte es direkt in sich. Gegen starke Teams aus Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein warteten echte Herausforderungen auf die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz.
Im Auftaktspiel gegen das Sportgymnasium Brandenburg zeigte das EGW direkt eine beeindruckende Leistung. Mit großem Kampfgeist, mutigem Spiel und einer starken Defensive hielten unsere Mädels bis zur letzten Sekunde dagegen. Am Ende fehlte nur ein einziges Tor – die knappe 12:13-Niederlage war bitter, machte aber gleichzeitig Mut.
Im zweiten Spiel gegen Hamburg (die im Verlauf des Turniers Platz 3 erreichten) mussten unsere Spielerinnen dann erfahren, wie hoch das Niveau beim Bundesfinale ist. Gegen körperlich starke und eingespielte Gegnerinnen fand das EGW nie richtig ins Spiel und verlor deutlich mit 7:13.
Auch im letzten Vorrundenspiel gegen Schleswig-Holstein (die im Verlauf des Turniers Platz 6 erreichten) kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss, musste sich am Ende jedoch verdient mit 8:11 geschlagen geben.
Damit war die Ausgangslage nach dem ersten Turniertag denkbar schwierig. Die Enttäuschung war groß, die Motivation zunächst im Keller. Nach drei Niederlagen schien vieles gegen das EGW zu laufen.
Charakter gezeigt und zurückgekämpft
Doch genau in diesem Moment zeigte die Mannschaft ihre größte Stärke: ihren Zusammenhalt.
Am nächsten Morgen stand das erste Hauptrundenspiel gegen Niedersachsen an – und plötzlich war von Müdigkeit oder Enttäuschung nichts mehr zu spüren. Hochkonzentriert, emotional und mit unfassbarer Mentalität kämpften unsere Mädels um jeden Ball.
Mit einer überragenden Defensivleistung und unglaublichem Einsatz gewann das EGW dieses intensive Spiel verdient mit 8:6.
Der Knoten war geplatzt.
Mit neuem Selbstvertrauen ging es anschließend gegen Sachsen. Mit Tempo, Spielfreude und großem Teamgeist dominierte das EGW die Partie von Beginn an und gewann souverän mit 20:8.
Dramatischer hätte es nicht sein können
Die Tabellenkonstellation nach der Hauptrunde war kaum zu glauben. Selbst die verantwortlichen Organisatoren mussten ganz genau hinschauen.
Das EGW, Brandenburg und Niedersachsen waren punktgleich, das EGW und Niedersachsen hatten sogar die exakt gleiche Tordifferenz – einzig die mehr erzielten Tore entschieden zugunsten unserer Mannschaft.
Damit stand fest:
Das Europa-Gymnasium Wörth als Vertreter für Rheinland-Pfalz darf um Platz 9 spielen.
Ein Abschluss voller Leidenschaft
Im Spiel um Platz 9 wartete Nordrhein-Westfalen – und dieses Spiel hatte alles, was ein großes Finale braucht.
Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams kämpften mit letzter Kraft, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Die Führung wechselte ständig, die Spannung in der Halle war kaum auszuhalten.
Doch in den entscheidenden Momenten bewiesen unsere Mädels erneut unglaublichen Willen. Mit einer überragenden Mannschaftsleistung und großem Herz setzte sich das EGW am Ende hauchdünn mit 17:16 durch. Dies war wohl die beste Leistung im gesamten Turnier und das genau zum richtigen Zeitpunkt.
Der Jubel nach dem Schlusspfiff war riesig.
Platz 9 in Deutschland – ein Erfolg mit besonderem Wert
Am Ende steht ein herausragender 9. Platz beim Bundesfinale in Berlin.
Ein Ergebnis, das gar nicht hoch genug einzuschätzen ist, wenn man bedenkt, dass viele gegnerische Teams von Sportgymnasien und Handballinternaten mit leistungsorientierten Strukturen kommen.
Unsere Mädels haben gezeigt, dass man mit Leidenschaft, Teamgeist, Mut und Zusammenhalt auch auf nationaler Bühne bestehen kann.
Berlin war nicht nur ein sportliches Erlebnis – sondern eine Reise, die diese Mannschaft so schnell nicht vergessen wird.
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Mehr als nur Handball – unvergessliche Momente auch abseits des Spielfelds
Neben den intensiven Wettkämpfen auf dem Feld bot die Woche in Berlin für unsere Spielerinnen auch zahlreiche besondere Erlebnisse abseits der Halle. Ein echtes Highlight war der gemeinsame Besuch des Champions-League-Spiels der Füchse Berlin gegen Veszprém HC – Spitzensport auf höchstem Niveau, der sicherlich viele bleibende Eindrücke hinterlassen hat und zusätzliche Motivation für die eigenen Spiele mitgab.
Natürlich durfte auch das Erkunden der Hauptstadt nicht fehlen. Beim gemeinsamen Sightseeing konnten die Spielerinnen einige der bekanntesten Wahrzeichen Berlins erleben – darunter das Brandenburger Tor, die beeindruckende Kuppel des Reichstagsgebäudes, Checkpoint Charly, sowie den lebendigen Alexanderplatz. Auch ein gemeinsamer Einkaufsbummel in der Mall of Berlin und rund um den Potsdamer Platz durfte dabei natürlich nicht fehlen. Diese gemeinsamen Momente haben das Team noch enger zusammengeschweißt und die Reise nach Berlin auch abseits des Sports zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.
Diese Reise wäre ohne euch nicht denkbar gewesen
Ein Bundesfinale in Berlin ist nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch, emotional und finanziell eine enorme Herausforderung. Umso dankbarer sind wir für die unglaubliche Unterstützung, die unsere Mannschaft während dieser besonderen Woche erfahren durfte.
Ein ganz besonderer Dank gilt Tobias Job, der sich extra eine komplette Woche Urlaub genommen hat, um die Mannschaft nach Berlin zu begleiten und das Team in jeder Situation zu unterstützen. Ob in der Halle, zwischen den Spielen oder abseits des Spielfeldes – seine Unterstützung war während der gesamten Woche von unschätzbarem Wert.
Ebenso beeindruckend war die Unterstützung vieler Eltern, die sich ebenfalls extra Urlaub genommen haben, um die Spielerinnen beim größten Schulhandballturnier Deutschlands vor Ort zu begleiten. Über die gesamte Woche hinweg sorgten sie für Rückhalt, Unterstützung und eine besondere Atmosphäre auf den Rängen. Gerade in schwierigen Momenten war spürbar, wie viel Kraft die Mannschaft aus diesem außergewöhnlichen Zusammenhalt ziehen konnte.
Gemeinsam mit den Betreuern Thorsten Kuschel und Thomas Hildebrandt entstand so ein Umfeld, das weit über den sportlichen Bereich hinausging. Bei einem mehrtägigen Bundesfinale mit so vielen Emotionen, Herausforderungen und intensiven Spielen ist genau dieser Teamgeist unbezahlbar.
Ein herzliches Dankeschön gilt außerdem unseren Sponsoren Smetex sowie der Allianz-Generalvertretung Tsatalbassidis, die diese besondere Reise mit ihrer Unterstützung erst möglich gemacht haben. Ebenso möchten wir uns herzlich beim TV 03 Wörth – Handballabteilung bedanken, der unsere Mannschaft mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.
All diese Unterstützung – ob organisatorisch, emotional oder finanziell – war weit mehr als selbstverständlich. Sie war ein starkes Zeichen der Wertschätzung, des Vertrauens und des Zusammenhalts. Vielen Dank an alle Unterstützer, Eltern, Fans, Sponsoren und Begleitpersonen, die diese Reise nach Berlin für unsere Mannschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Für das EGW spielten:
Romie Amend; Luisa Boeckh; Klara Böringer; Johanna Friz; Felicitas Grimmer; Lana Job; Melina Prokopidis; Ivana Rajkovaca; Keira Ring; Paula Sauer; Lara Schmaltz


