Drei Wattestäbchen, ein Formular und ein paar Minuten Zeit: Viel mehr braucht es nicht, um sich als möglichen Stammzellenspender registrieren zu lassen. Am Europa-Gymnasium fand am 14.12 unter dem Motto „Dein Typ ist gefragt“ eine Typisierungsaktion statt. Zahlreiche Oberstufenschüler und Lehrer gaben eine Probe ab, um ihre Gewebemerkmale bei der DKMS bestimmen und sich in die Spenderkartei eintragen zu lassen. Organisiert wurde die Veranstaltung von Laura d’Aguiar und Thorsten Heinzler mit Unterstützung der Schülervertretung und der Schulsanitäter.

Alle 15 Minuten erkrankt ein Mensch an Blutkrebs. Für viele Leukämiepatienten besteht die einzige Hoffnung in einer Stammzellenspende. Die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, gleicht der Suche nach der „Nadel im Heuhaufen“. Genau deshalb ist die Registrierung möglichst vieler Personen ausgesprochen wichtig.

Alle Schüler der Oberstufe wurden zunächst in einem ca. 30-minütigen Vortrag von Franziska Commans von der DKMS und einem Spender aus Landau, Stefan Fölkl, über die Stammzellenspende informiert. Danach hatten alle Schüler die Möglichkeit sich direkt vor Ort registrieren zu lassen. Und das wollten offenbar viele: Im Foyer der Schule bildete sich  eine lange Schlange. Die Helfer wurden geradezu überrannt von Interessenten. Fragebogen ausfüllen, Wattestäbchen in den Mund und die Probe im Umschlag verstauen: Die Typisierung dauerte nur wenige Minuten.

„Die Jugend von heute“ begeisterte durch ihr großartiges Engagement. Über die Hälfte aller Oberstufenschüler, die mindestens 17 Jahre alt und 50kg schwer sein mussten, um sich typisieren lassen zu dürfen, nahmen an der Registrierung teil. Insgesamt ließen sich 204 Personen typisieren.

Die Schüler bewerteten die Aktion der Schule positiv. Valeria Schmitt (18) gehörte zu den Freiwilligen. „Ich wusste sofort, dass ich mich registrieren lassen werde. Ich will einfach helfen“, sagte die Schülerin. Auch Yasin Sari (17) machte mit. „Die Veranstaltung hat mich überzeugt“, sagte der Schüler. Zu den vielen Helfern zählte auch Lisa Walterscheid (16). Sie hat einen ganz persönlichen Grund für ihr Engagement: „Mein Bruder ist vor mehreren Jahren an Blutkrebs erkrankt. Durch eine Typisierungsaktion der DKMS konnte ein passender Spender gefunden und somit das Leben meines Bruders gerettet werden.“

Die Aufnahme jedes neuen potenziellen Lebensspenders kostet die DKMS 35 Euro. Die DKMS arbeitet gemeinnützig und ist auf Spendengelder angewiesen. Um einen Teil der entstandenen Kosten zu decken, sammelte das EGW auch Spenden. Insgesamt wurden über 2500 Euro gespendet. Neben Schülern, Eltern und Lehrern konnten auch mehrere Firmen für diese Aktion gewonnen werden. Besonders zu erwähnen sind hier der Schulelternbeirat, Theo Klein GmbH, Spedition Eichenlaub, Busunternehmen Trischan und die Apotheke St. Wendelin.

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