Sonntag, 14.12.2014, 19 Uhr

Wörth, katholische Kirche St. Ägidius (Ludwigstraße)

 

Instrumentalensembles

Chöre

Musik zur Adventszeit

 

 

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.


Trotz der wenig winterlichen Temperaturen gelang es den Chören, den verschiedenen Ensembles, der Big Band sowie dem Orchester des Gymnasiums eine bezaubernde Winter- und Weihnachtswelt zu erschaffen: Am Abend des 14.12.14 hatte das Gymnasium zum vorweihnachtlichen Konzert in der katholischen Kirche St. Ägidius in Wörth geladen.

Mit einer ausgewogenen Mischung aus musikalischen Beiträgen sowie weihnachtlichen Gedichten und Erzählungen begeisterten die Schüler/innen das Publikum. Die Gedichte – in ihrer Auswahl von besinnlich bis nachdenklich-humoristisch reichend – wurden vortrefflich von den jungen Schülern vorgetragen. Die Fachschaft Religion hatte mit den Lehrkräften Ulrike Späth und Anne Poirer hier ein Novum in diesem Jahr geschaffen, welches dem Konzert bewusst eine weihnachtliche Note verlieh.

Die musikalischen Einlagen waren äußerst abwechslungsreich – besinnlichen Beiträgen des Unterstufenchores unter Leitung von Andreas Günther wurde beispielsweise ebenso Rechnung getragen wie meisterhaften Leistungen durch verschiedene Consorts unter Mitwirkung und Leitung von Knut Maurer sowie Christina Dauser. Aber auch der kraftvolle Beitrag der von Fabian Strahl dirigierten Big Band konnte begeistern. Stimmungsvolle Weihnachtsklänge präsentierte der gewohnt souveräne Schulchor, dirigiert von Ulrike Pfirrmann. Auch das Orchester der Schule, geleitet von Barbara Müller, nahm die Zuhörer mit auf eine weihnachtlich-klangvolle Reise.

So sprach am Ende Schulleiterin Birgit Weisser allen Mitwirkenden ihren Dank dafür aus, dass es ihnen gelungen sei, die zahlreichen Zuhörer in „eine besinnliche Welt" entführt zu haben und wünschte im Namen der Schulgemeinschaft des Europa-Gymnasiums allen eine frohe Weihnacht und sprach die besten Wünsche für das neue Jahr aus!

Detaillierter Bericht folgt nach den Bildern.

Text: Nies, Bilder: Cas

Ein Abend zum Genießen

Wer sich am 3. Adventssonntag aus den zahlreich angebotenen Veranstaltungen für das Vorweihnachtliche Konzert des Europa-Gymnasiums Wörth entschieden hatte, hat seine Wahl sicher nicht bereut.

Die große Pfarrkirche St. Ägidius Wörth öffnete ihre Türen für die Schulgemeinschaft, ihre Chöre und Ensembles. Das festliche Programm zur Vorweihnachtszeit wurde mit einer Pavane vom Blechbläserensemble der Big Band eröffnet. Unter der Leitung von Herrn Strahl artikulierten die jungen Musiker sehr sauber und setzten ein erstes Ausrufezeichen.

Es folgte das Streichorchester des Europagymnasiums, das eine festlich-besinnliche Sarabande von Georg Friedrich Händel spielte. Das Orchester präsentierte sich unter der Leitung von Frau Müller mit beweglichem und klangvollem Ton.

Als ausgesprochene Bereicherung erwies sich die Zusammenarbeit mit der Fachschaft katholische Religion, denn jetzt folgten periodisch zwischen den Musikbeiträgen zunächst Adventsgedichte aus verschiedenen Jahrhunderten, deren Inhalt von besinnlich zu humoristisch reichte, aber immer zum Nachdenken anregte. Diese Gedichte waren ausgewählt worden von Frau Späth.

Für das nächste Stück „Song without words" von Gustav Holst wurde das Orchester noch um zwei Bratschen erweitert. Wunderbare Stimmungsmusik erfüllte den Raum und ließ die Gedanken auf weite Reise gehen.

Nach so viel instrumentaler Musik beeindruckte der Schulchor zunächst unter der bewährten Leitung von Frau Pfirrmann mit zwei Sätzen aus einer dreistimmigen lateinischen Messkomposition von Johann Wenzel Kalliwoda, einem ursprünglich tschechischen Komponisten, der 1866 in Karlsruhe verstarb. Schon hier fiel auf, dass alle Schülerinnen und Schüler im Chor auswendig sangen und dadurch vollständig auf ihre Dirigentin konzentriert sein konnten. Regional blieb der Chor im tschechischen Raum, denn nun sangen sie mit Herzblut aus dem bekannten Weihnachtsfilm „Drei Haselnüsse für Aschelbrödel" das Lied „Weihnacht, frohe Weihnacht". Spätestens die Röhrenglöckchen, die ein Sänger zum Gesang dazu spielen durfte, zauberten in die Gesichter des Publikums ein Lächeln. Am Klavier wurde dieses Lied von Tabea Köhler souverän begleitet.

Ein gemeinsames Adventslied „Komm, du Heiland aller Welt" machte das Publikum zum aktiven Mitgestalter des Abends. An der Orgel saß Frau Dauser, die selber den Begleitsatz geschrieben und mit zwei Querflötenstimmen bereichert hatte. Hier spielten David Frank und Jule Frisse. Letztere musste sofort danach das Instrument wechseln, da sie im Anschluss mit Johanna Claus aus einer Triosonate für zwei Altblockflöten und Basso Continuo von Johann Sebastian Bach zwei Sätze spielte. Der bewegliche Ton der Altflöten wurde wunderbar ergänzt durch Thomas Dobbe am Cello und Herrn Maurer am Cembalo.

Nun folgte die Big Band mit zwei sehr unterschiedlichen Stücken. John Rutters „A Gaelic Blessing" begann mit einer bezaubernd gespielten Melodie der Soloflöte, bevor das Tutti in weichem Klang antwortete. Beim anschließenden Divertimento von Wolfgang Amadeus Mozart blieben die Holzbläser unter sich und zeigten, wie vielseitig die Mitglieder der Big Band musizieren können.

Den nächsten Block gestaltete der Unterstufenchor unter Leitung von Herrn Günther mit traditionellen Weihnachtsliedern. Voller Inbrunst sangen die Jungen und Mädchen diese alten Lieder in schönen zweistimmigen Sätzen.

Eine Geschichte über die Bedeutung, die wir der Anerkennung durch Andere beimessen, regte im Folgenden sehr zum Nachdenken an. Gelesen wurde diese Geschichte mit verteilten Rollen von Schülerinnen und Schülern von Frau Poirier. Nach dem nächsten gemeinsamen Lied lasen sie eine sehr eindringliche Reflexion dieser Geschichte.

Es folgten nun zwei kammermusikalische Beiträge fortgeschrittener Schülerinnen. Zunächst spielte Laura Waltke, Klarinette, mit Herrn Maurer zusammen den langsamen Satz aus Gaetano Donizettis Concertino. Wunderbar gestaltete sie die langen Melodiebögen, die durch perlende Verzierungen auf gelungene Weise bereichert wurden.

Danach folgte das Largo ma non tanto aus J.S. Bachs Konzert für zwei Violinen d-Moll, gespielt von Sofia Kontaxi und Sarah Hartmann, Violinen, Thomas Dobbe, Violoncello und Christina Dauser am Cembalo. Die beiden Violinstimmen rankten sich klangschön umeinander, begleiteten sich gegenseitig und wetteiferten um die Führung.

Den Schlusspunkt setzte der Schulchor in kleinerer Besetzung unter der Leitung von Frau Pfirrmann. Ein „Ave Maria" von Giulio Caccini zeigte die hohe Qualität der jungen Sängerinnen und Sänger, die die anspruchsvolle Musik sicher und ausdrucksstark gestalteten. Und die Besetzung wurde noch kleiner, als sich die Männer des Chores zurückzogen und nur noch das Frauenensemble übrigblieb. Der Spruch „Klein, aber fein" bewahrheitete sich, als die jungen Frauen den „Abendsegen" aus Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel" sangen und die harmonischen Klippen des Stückes meisterlich umsungen. Der Abendsegen würde zum Stichwort für die Schulleiterin Frau Weisser, die den Aktiven des Abends dankte und der versammelten Schulgemeinschaft ein schönes Weihnachtsfest und erholsame Ferien wünschte. Als Abschluss des Konzertes wurde gemeinsam „O du föhliche" zur Orgelbegleitung gesungen – dem Klang nach zu schließen aus vollem Herzen.

MB