Frühjahrsmatinée am 03.05.2015


Stärker hätte der Kontrast am Sonntagvormittag zur alljährlich stattfindenden Frühjahrsmatinée im Treppenhaus des Europa-Gymnasiums kaum sein können: Draußen herrschte dank zahlreicher Regenwolken ein trübes und graues Wetter, während im Innern der Schule heitere und abwechslungsreiche Klangfarben die zahlreichen Zuschauer unterhielten. Die künstlerische Gesamtleitung hatte wie immer Knut Maurer inne, der mit freudigem Witz durch das Programm führte.

Nachdem ein Consort aus verschiedenen Blockflöten (Queren Scholtes, Hannah Runck, Kenza Cherfouf, Katharina Neubauer, Tessa Schwarz, Ellen Baier) zu den Klängen des „Venuskränzleins" von Johann Hermann Schein die Veranstaltung eingeleitet hatte, erklangen heitere Töne durch das Flötenspiel von Kenza Cherfouf. Das Jungtalent interpretierte mit dem unterstützenden Cembalospiel von Knut Maurer die Sonata für Altblockflöte und Basso Continuo F-Dur von Antonio Vivaldi.

Im Anschluss bot Sebastian Strauch die Nocturne von Frédéric Chopin dar. Der Sechstklässler beeindruckte trotz seines jugendlichen Alters mit einem sehr differenzierten Piano-Anschlag. Es folgte die Sonatine, Op. 36, Nr. 6 in D-Dur von Muzio Clementi, welche auf dem Flügel von Oliver Claus zu Gehör gebracht wurde. Mit einem Allegro in G-Dur von Joseph Hector Fiocco ging es weiter. Alyssa Knoll, 7. Klasse, meisterte das das mit durchgängigen Läufen gespickte Stück und stellte so ihr beachtliches Geigentalent unter Beweis (Flügel: Achim Knoll).

Es folgte ein Ausflug in die russische Romantik. Nicht nur Vivaldi, sondern auch Peter Tschaikowsky hat die Jahreszeiten musikalisch vertont. Sowohl Tilman Köhler als auch Johanna Claus meisterten differenziert die musikalischen Klangfarben. Einen luftigen Ausflug in das sonnige Spanien präsentierte Cosima Rupp mit feinem Querflötenspiel. Begleitet wurde sie von ihrem Vater Dr. Christian Rupp auf dem Flügel.

Zurück in der Gegenwart ging es geradezu popmelodisch weiter, als Magali Pascucci mit „No one knows who I am" das einzige Gesangsstück der Matinée aufführte und dabei sehr nachdenkliche Töne anschlug. Sie überzeugte durch ein helles, glasklares Timbre und viel Einfühlungsvermögen und wurde hierbei von Karl-Heinz Simon auf dem Flügel unterstützt. Nicht minder modern ging es weiter als asiatisch-exotische Töne durch Jule Frisse und Gillian Hasan angeschlagen wurden. Der musikalische Dialog von der selten gehörten Oboe mit der Querflöte wurde von Multitalent Thomas Dobbe begleitet. Mit „Dancing in the Stream" interpretierten sie ein Stück der jungen singapurischen Musikerin Shao Ying Low.

Romantische Evergreens kredenzten die beiden nachfolgenden Jungtalente. Raphael Weiß mit der aus den ARD-Nachtgedanken bekannten Nocturne, Op. 9, Nr. 2 von Frédéric Chopin überzeugte mit einer ausgewogenen Anschlagstechnik und Hannah Rößler zeigte eine gewaltige musikalische und interpretatorische Weiterentwicklung mit der kraftraubenden Violinsonate in G-Dur von Eduard Grieg. (Flügel: Knut Maurer) In der Sonata in B-Dur bewies das Consort II (Johanna Claus, Jule Frisse) einmal mehr die durch viele Auftritte erworbene musikalische Sicherheit im Umgang mit barocker Flötenmusik (Violoncello: Thomas Dobbe, Cembalo: Knut Maurer).

Souverän meisterte Christian Gerdon den kraftvoll-sperrigen Part im Klavierstück Preludes Opus 11, Nr. 14 und 16 von Alexander N. Skrijabin.

Zwei virtuose Glanzstücke folgten zum Finale. Das Perpetuum Mobile zweier Querflöten von David Frank und Jule Frisse erweckte mit schwirrenden 16tel Läufen in zwei Sätzen die namensgebenden Schmetterlinge des Stücks „Deùx Pappillons" von Emil Kronke zum Leben. Ihren herausragenden Pianisten-Status belegte einmal mehr Tanja Kugler mit der Etude, Op. 10 von Frédéric Chopin.

Nachdem sich alle Künstler des Morgens noch einmal bei den Zuschauern für ihr Kommen und den zahlreichen Applaus bedankt hatten, entließen sie diese in einen restlichen Sonntag, der trotz einsetzenden Regens gar nicht mehr so grau wirkte.

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Text: Hell, Fotos und Tondokumente: Cas