GAPP-Austausch 2016: Rochester Highschool, Rochester

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Day 1 (Hell, Str)

Nach langer Vorbereitungszeit ging es endlich los: Um 4 Uhr morgens startete unser Bus von Woerth in Richtung Frankfurter Flughafen. Nach ersten kleinen Abenteuern am Sicherheitscheck hoben wir puenktlich ab in Richtung Chicago Airport.

Dort begruessten uns wissbegierige Sicherheitsbeamte sowie gut gedrillte “Apple and Banana Dogs”, die noch die letzten Kruemel in unseren Rucksaecken ausfindig machten. Erst als diese vernichtet waren, konnten wir endlich offiziell amerikanischen Boden betreten.

In einem typisch amerikanischen School Bus fuhren beide Austauschgruppen in Richtung Niantic. Auf dem Weg erlebten wir ein erstes Abenteuer, als zu einem Auffahrunfall kam, welcher einen sehr langen und wirklich gruendlichen Reifenwechsel zur Folge hatte. Durch dieses kleine Intermezzo lernten wir immerhin direkt die hiesigen Sheriffs und das Fire Department kennen.

Danach ging es aber gluecklicherweise ohne weitere Zwischenfaelle auf direktem Weg zu unserem Zielort, wo wir von unseren Gastfamilien abgeholt wurden und zur Begruessungsfeier an die Rochester High School gebracht wurden. Nach diesem langen Tag freuten wir uns, endlich in den Familien unserer Austauschpartner anzukommen.


Day 2

Heute war der erste richtige Tag in Amerika. Um 8 Uhr begann dann auch direkt die Schule, die wir aufgrund der Homecoming-Week verkleidet besuchten. Das heutige Motto war “Country vs. Country Club”.

In der 2nd Period (der zweiten Doppelstunde) trafen wir uns im “Home Room”, um erste Erfahrungen auszutauschen.

Nachdem die Schule um 15 Uhr fertig war, trafen sich alle um 18 Uhr für die Homecoming-Parade, die vergleichbar war mit einem Faschingsumzug: Alle Sportteams und Schueler vom Kindergarten bis zur High School hatten Umzugswagen geschmueckt und warfen Suessigkeiten.

Zwei Schueler unserer Austauschgruppe durften sogar das Banner der Marching Band tragen. Was fuer ein Start!


Day 3 (Florian Feldmann)

Für heute war das Motto der Homecoming Week "Decade Day". Das bedeutete, dass jedem Jahrgang eine bestimmte Zeit zugewiesen wurde, entweder 60s, 70s oder 80s. Es waren echt ein paar verrückte Outfits bei den Amerikanern dabei, war echt lustig. Aber auch unsere Austauschgruppe hat fleissig mitgemacht. Danach hat jeder den Rest des Tages mit der Gastfamilie verbracht. Ich für meinen Teil hab den Tag zum Ankommen und mal richtig Ausruhen genutzt, weil ich doch noch etwas mit Müdigkeit zu kämpfen hatte.


Day 4 (Carolin Pfeifer)

Heute war Freitag und das letzte Motto waren die Schulfarben "orange and blue". Die Stunden waren verkürzt, damit eine Pep Assembly stattfinden konnte. Durch diese wirklich peppige Veranstaltung soll der School Spirit gestaerkt werden.

Nach der 4th Period stürmte die Band die Schule und nahm alle Klassen mit in die Sporthalle. Die Junior High war auch dabei. Bei der Pep Assembly spielte die Band mit den Flags, und die Palms (eine Tanzgruppe) sowie die Cheerleader tanzten dazu.

Die Sportteams berichteten, wie ihre Saison bisher läuft und es wurde ein Dance Off auch mit Lehrern ausgetragen, welches von einer talentierten Senior (12.Klasse) Schülerin gewonnen wurde.

Der nächste Programmpunkt an dem Tag war ein Soccerspiel, das Rochester 9:1 gewonnen hat. Danach ging es weiter mit einem Footballspiel, das unter dem grellen Licht der Scheinweifer ausgetragen wurde, weshalb es auch "Friday Night Lights" genannt wird. Hier haben die Rockets ueberragend mit 56:0 gewonnen. Wir waren alle in passender Fankleidung und haben mit unseren Partnern die Tribuene zum Beben gebracht.


Day 5 (Jule Steinhauer)

Mein erster und wahrscheinlich auch letzter Homecoming Dance war unvergesslich.

Der Homecoming Dance ist das "große Finale" der Spirit Week, für welches man sich ziemlich schick anzieht. Viele Amerikaner investieren sehr viel Geld und Zeit in ihren Look.

Meine Austauschpartnerin und ich haben uns schon früh morgens bei ihren Freundinnen getroffen um uns unsere Haare und unser Make-up machen zu lassen. Nach der ganzen Hektik holten uns unsere "Homecoming Dates" mit dem Auto ab und wir fuhren zusammen mit unserer "Homecoming Group" in den Washington Park in Springfield, um dort Bilder zu machen.

Jeder Junge trägt eine Ansteckblume an seinem Jacket und sein Date dazu die passenden Blumen am Handgelenk. Anschließend sind wir in das etwas schickere japanische Restaurant Osaka gegangen, wo direkt vor uns am Tisch live gekocht wurde.

Abends um 8 fing dann der Hoco Dance an, der in der Sporthalle stattfand. Alle tanzten ausgelassen zu der Musik und amüsierten sich.

Um 23 Uhr war es dann auch schon wieder zu Ende. Anschließend fuhren wir noch zu Freunden um den Abend entspannt und mit sehr wenig Schlaf ausklingen zu lassen.

  


Day 6 (Lena Vogel)

Diesen Morgen hätte ich endlich länger schlafen können, allerdings haben meine Austauschpartnerin und ich bis tief in die Nacht einen Horrorfilm geschaut. Ein solcher Film ist vielleicht nicht die beste Option, wenn man lange schlafen möchte. Am Morgen hat meine Gastmutter dann selbstgemachte Pancakes und Rührei bereitgestellt. Bis 16 Uhr war Skypen mit Zuhause und Quatschen mit der Gastfamilie angesagt.

Danach fand die "Welcome Party" im Haus und Garten einer Lehrerin der Junior High School statt, welche mit Kartenspielen und Kennenlernen begann. Begleitet wurde der Abend von einem riesigen Buffet bestehend aus typisch amerikanischem Essen. Abgerundet wurde unser Treffen mit der Vorstellung deutscher Feiertage und Bräuche, von Fasching bis Silvester. Die Amerikaner hatten Spass beim Ostereiersuchen und Blei giessen. Sogar der Weihnachtsmann schaute vorbei!


Day 7 (Sophie Schaarschmidt)

Die Zeit vergeht hier wie im Flug. In unserer ersten Woche besuchten wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnern deren Unterricht. Teilweise war dies jedoch ein bisschen langweilig für uns, da die Amerikaner alle mit Laptops arbeiten und wir daher nicht richtig mitarbeiten konnten.

Heute durften wir dann endlich beim täglichen Treffen der Deutschen selbst Fächer wählen. Hier in den USA gibt es viele Fächer, welche wir in Deutschland gar nicht haben. So konnten wir von Zoologie über Lifeskills und Parenting bis hin zu Foods alles wählen.

Besonders war auch, dass die Stunden heute gekürzt waren, weil in der letzten Stunde ein Comedian zur Prävention von Drogen, Alkohol etc. da war. Dieser brachte alles anschaulich und mit Spaß rüber, sodass sich alle trotz des ernsten Themas amüsieren konnten.

Den Nachmittag verbrachten wir dann alle in unseren Gastfamilien. Ich habe zusammen mit meiner Gastfamilie im Garten Blumenzwiebeln für den nächsten Frühling gesteckt. Zum Abendessen sind wir in ein Restaurant gegangen, was in Amerika deutlich üblicher ist als in Deutschland. Zum Abschluss des Tages hat die ganze Familie mit mir noch eine Sightseeing-Tour mit dem Pick-up durch Springfield unternommen.

  


Day 8 (Fabian Haase)

Wir sind jetzt seit einer Woche in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die erste Woche war unglaublich!

Gestern war die erste live Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Heute wurde natuerlich darueber geredet. Es scheint, dass Rochester ein kleines politisch gemischtes Oertchen mit einer kleinen Mehrheit fuer Trump ist. Zumindest hoere ich von den meisten, dass sie Trump-Befuerworter sind (wie zum Beispiel meine Gastfamilie).

Ich kann auch endlich langsam anfangen, im Unterricht mitzuarbeiten. In "Art" zum Beispiel haben die Schueler gerade ihr letztes Projekt beendet und fangen in den naechsten Stunden an, mit Wasserfarben eine Landschaft zu malen (siehe Bild).

In unserem German Meeting haben wir angefangen, unsere Presentations zu ueben, welche wir am Freitag naechste Woche halten werden.

Nach der Schule sind Tim und ich mit den Fussballern im Bus gemeinsam zu einem Fussballspiel gefahren. Es war ein Auswaertsspiel gegen die "Normal West Highschool". Mein Austauschschueler sagte mir, es werde ein schwereres Spiel als das letzte, welches sie 9:1 gewannen. Als wir ankamen bemerkten Tim und ich, dass zwei Spiele gespielt wurden, anstatt wie angenommen nur eins. Dies bedeutete fuer uns, dass wir erst um 22:00 Uhr nach Hause kommen wuerden. Die Mannschaft besteht aus zwei Spielerklassen: den besten Spielern (varsity) und dem Rest (jv - junior varsity). Es spielen also "varsity" gegen "varsity" und "jv" gegen "jv". Die Rochester "jv's" gewannen mit 2:0 und die "varsity's" verloren leider mit 3:1 gegen die Mannschaften der "Normal West Highschool".


Day 9 (Vivien Kretz)

Heute widmeten wir unseren Tag einem Ausflug zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Springfield, der Hauptstadt von Illinois, welche neben Rochester liegt. Wir lernten dabei viel Wissenswertes über Abraham Lincoln, den sechzehnten Präsident der USA.

Unsere Tour begann am "New State Capitol" mit seiner hohen und im Inneren sehr aufwendig gestalteten Kuppel. Dort besuchten wir auch den Senatssaal, in dem Barack Obama als Senator von Illinois saß.

Weiter ging es mit dem "Old State Capitol". Hier zeigte uns unser Tour Guide etwas Witziges, verschiedene "Spittoons", in denen die Herren und Damen einst ihren gekauten Tabak entsorgten. Im dortigen Senat durfte eine Schülerin sogar auf Lincolns Stuhl Platz nehmen.

Das interaktive Abraham Lincoln Presidential Museum, das wir danach besuchten, war besonders detailreich gestaltet. Dort gab es viele Wachsfiguren zu bestaunen und wir ließen uns im 4D-Kino lebhaft die Lebensgeschichte von "Abe" vor Augen fuehren.

In der Pause, die wir mit Essen und Shopping verbrachten, wurden die Jungs sogar mir der Boyband One Direction verwechselt. Abgeschlossen wurde der Field Trip durch einen Besuch der Nachbarschaft, in der der Präsident einst sein Zuhause hatte. Durch diesen Tag konnten wir viele neue Erkenntnisse erlangen.

   


Day 10 (Kathrin Heine)

Heute musste ich früher aufstehen als sonst, da meine Austauschpartnerin Marianna eine Bandprobe hatte. Wir sind deshalb wie jeden Schultag mit ihrem eigenen Auto zur Schule gefahren, nur eben schon um 6:30 Uhr.

Die Probe fand draußen auf dem Schulgelände neben dem Footballfeld statt. Da es der erste richtig kalte und regnerische Tag war seit unserer Ankunft in Illinois, waren wir nicht richtig vorbereitet und haben etwas gefroren.

Nach der Bandprobe (die wirklich schön anzusehen und anzuhören war) hatten wir dann Schule bis 15:05 Uhr. Da jede Unterrichtsstunde 90 min dauert (+ Mittagspause) hatten wir nur vier verschiedene Fächer. Diese waren Sport, Gapp-Treffen, Madrigals (Chorstunde) und Deutsch.

Nach Schulschluss wurden Johanna und ich von ihrer Gastmutter zum Cross Country in Auburn (einem Vorort von Springfield) gefahren. Cross Country ist ein Laufwettbewerb über 2 Meilen durch den Wald für Kinder der Klassenstufe 6-8. Dabei traten verschiedene Schulen im Umkreis von Rochester gegeneinander an, wobei die Jungen und Mädchen einen getrennten Lauf hatten. Da Johannas kleine Gastschwester daran teilnahm, konnten wir jemanden besonders anfeuern. Alle Eltern der Kinder haben die Läufer der jeweiligen Schulen angefeuert und mit T-Shirts und Pullis supportet. Nach dem Rennen gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und trinken für die erschöpften Läufer.

 

Da wir dann alle Hunger bekamen, sind wir noch ins Dairy Queen gefahren, eine bekannte Fast Food Kette in den USA. Dort aß ich dann dank der Empfehlung von Johannas Gastmutter ein sehr leckeres Eis.

Auf dem Heimweg nach Rochester haben wir dann noch einen Autounfallort mit Polizei und kaputtem Auto gesehen, welches einen Totalschaden hatte. Zuhause habe ich den Abend mit meiner Gastfamilie und einer Tasse Tee ausklingen lassen.


Day 11 (Georg Hellmann)

Diesen Morgen habe ich mit meiner Familie ein College in Grinnell in Iowa besucht, für welches mein Austauschpartner sich beworben hat. Wir sind schon am Donnerstag nach der Schule hingefahren und haben dort in einem Hotel übernachtet, weil es vier Stunden Fahrzeit nach Grinnell sind.

Zuerst haben drei Studenten von sich und über verschiedene Möglichkeiten erzählt, was man auf dem College alles machen kann. Dann wurde uns eine Studentin zugeteilt, welche uns durch das College führte und uns die verschiedenen Gebäude zeigte. Währenddessen hat sie über sich und ihre Erfahrungen erzählt und wir konnten ein Zimmer zweier Studenten aus dem zweiten Jahr am College anschauen. Nach der Führung waren wir im Speisesaal essen, wo es reichlich Auswahl gab, aber eine zeitliche Begrenzung.

Danach sind wir zur Tante von meiner Gastmutter nach Kankakee gefahren wofür wir vier Stunden gebraucht haben. Die Landschaft auf dem Weg hat sich nicht groß geändert, außer dass es leicht hügelig wurde. Überall waren Mais- und zum Teil auch Sojabohnenfelder und Bäume zu sehen, weshalb diese Region um Illinois auch "Corn Belt"(Maisgürtel) genannt wird.

Bei der Tante, welche 97 Jahre alt ist, haben wir uns Bilder angeschaut und uns über Colleges unterhalten. Auf der Heimfahrt nach Springfield waren wir auch nochmal drei Stunden unterwegs und ich bin dann irgendwann eingeschlafen, da es schon sehr spät war.

 


Day 12 (Maximilian Fuchs)

Heute konnte ich entspannt ausschlafen, da wir für den Vormittag nichts geplant hatten. Nach dem Frühstück haben mein Austauschpartner Colton und ich den amerikanischen Klassiker "The Breakfast Club" angeschaut.

Gegen Nachmittag haben wir seine Großeltern besucht. Die beiden waren sehr nett und wir haben uns eine Weile unter Anderem über Unterschiede zwischen Deutschland und den USA unterhalten, bevor wir dann zu Osaka, einem japanischen Restaurant aufgebrochen sind, wo wir mit einer kleinen Gruppe Maddie, eine Freundin, mit einem Abendessen überrascht haben, da sie am Sonntag Geburtstag hat. Im Osaka wird live am Tisch auf einer großen Grillplatte gekocht. Das Essen war sehr lecker und die Koch-Show spektakulär.

Anschließend haben wir uns kurz bei Maddie zuhause am Lagerfeuer mit typischen Halloween-Süßigkeiten und frisch gebackenen Cookies von Maddies Mutter aufgewärmt, um danach zu einem so genannten "Haunted House" zu fahren. Das ist ein Haus, in dem ein Pfad aufgebaut ist, auf dem man, soweit man sich hinein wagt, von Darstellern und Effekten erschreckt wird. Zuerst ging es jedoch auf einem Waldweg in Richtung Haus. Mal drehte sich eine Gestalt in der Ferne um und hatte plötzlich eine lärmende Kettensäge in den Händen und mal kam ein Clown aus dem Unterholz gehumpelt. Im Haus wurde dann alles ein bisschen enger und aufregender. Man musste zum Beispiel durch einen Raum, in dem man das Gefühl hatte zu ersticken, oder über einen Steg um den sich eine Röhre dreht und auch hier waren natürlich Akteure bemüht, uns bis aufs Mark zu erschrecken. Es war schön gruselig und ich war beeindruckt, wie aufwendig die Darsteller kostümiert waren.

Dann war der Tag auch schon wieder vorbei und ich habe mich auf mein Bett gefreut.


Day 13 (Tim Stöffler)

Da wir das Wochenende in unseren Familien verbracht haben, gab es heute keine Veranstaltungen, die wir als Gruppe besuchten. Also sind mein Austauschpartner Seth und ich zu einem Footballspiel gegangen, bei dem die Junior Mädchen gegen die Senior Mädchen der RHS spielten.

Das war natürlich nur eine Spaßveranstaltung, jedoch haben wir dafür trotzdem Schilder gemacht, um die Juniors anzufeuern. Die Juniors sind die Mädchen der 11. und die Seniors die der 12. Klasse. Danach sind wir mit ein paar Freunden essen gegangen und den Rest vom Tag haben wir dann mit unserer Familie verbracht. Am Abend wurden dann noch einige Vorbereitungen für unseren morgigen Chicago-Trip getroffen.


Day 14 (Max Laux)

Heute war unser erster Tag in Chicago. Wir mussten mega früh raus - ich schon um 4 Uhr - und sind dann drei Stunden mit dem Zug gefahren. Als wir in Chicago angekommen sind, wurden wir erstmal überrumpelt von den riesigen Hochhäusern. Nach unseren ersten Eindrücken von einer der größten Städte der USA, hat sich unsere Gruppe einen Snack gegönnt.

Nach dem Einchecken in unserem Hostel haben wir uns zu unserem "Architectural Boat Ride" aufgemacht. Das Boot ist auf dem Chicago River, welcher durch die Innenstadt fließt, gefahren und sogar hinaus auf den Lake Michigan. Bei unserer Fahrt durch die Hochhäuserschluchten erfuhren wir einige interessante Fakten zur Geschichte der Wolkenkratzer. Die aufregende Fahrt auf dem Lake eröffnete uns einen wunderbaren Blick auf die gesamte Stadt. Anschließend hatten wir Zeit zum Shoppen auf der berühmten Magnificent Mile und besuchten den Oak Street Beach.

Der nächste Programmpunkt war das John Hancock Center. Oben auf ca. 300m angekommen, konnten wir die beeindruckende Skyline von Chicago betrachten. Wir blieben auf dem Turm bis die Sonne unterging, um die prächtigen Lichter der Stadt zu sehen. Nach diesem Aufenthalt sind wir noch in das Pizza Restaurant Gino's East gegangen, wo auch schon etliche Stars wie Snoop Dog, Justin Bieber und Lady Gaga waren, um die berühmte Chicago Deep Dish Pizza zu essen. Doch bevor wir unser Abendessen bekommen haben, hatte unsere GAPP-Gruppe die besondere Gelegenheit sich in dem Restaurant zu verewigen.

Nach unserem aufregenden Tag hat sich jeder erstmal auf sein Bett gefreut. Doch bevor wir alle eingeschlafen sind, haben wir noch Kathrins Geburtstag gefeiert. Alles gute zum 17!

   


Day 15 (Johanna Wagner)

Heute war unser erster voller Tag in Chicago. Wir starteten um 8:30 Uhr, nachdem wir uns alle mehr oder weniger erfolgreich aus den Betten geschält hatten, da neben dem Zimmer direkt die Bahn verläuft, und gefrühstückt hatten. Als erstes gings zum Millennium Park, in dem wir einen wundervollen Brunnen besichtigt haben und nochmal einen tollen Blick auf die Skyline hatten.

Da am Sonntag der große Chicago Marathon stattfindet, waren rund um den Millennium Park Absperrungen aufgestellt und wir brauchten eine Weile bis wir wieder herausfanden. Danach besichtigten wir das Cloud Gate, allgemein bekannt als Chicago Bean. Nachdem alle Fotos gemacht wurden, ging es weiter zum Art Institute, in dem wir eine Führung zum Thema "Who's an American?" bekamen und durch verschiedenste Kunstwerke einen Schnelldurchlauf in Amerikanischer Geschichte bekamen. Danach hatten wir noch ca. 40 Minuten Zeit, uns selbst im Museum umzusehen.

Nun ging es aber zügig weiter, da wir noch viel vorhatten. Zuerst trafen wir an einer U-Bahn Station einen alten Freund von Frau Strauch, der hier in Chicago mit Frau und zwei Söhnen lebt, welche uns auch begleiteten. Ziel war zunächst China Town, in dem auch das Mittagessen geplant war. Es hat gut geschmeckt und so ging es satt und zufrieden weiter zu unserem nicht touristischen Ausflugsziel: dem größten Obdachlosenheim Chicagos, der Pacific Garden Mission, zu dem wir dank der Connections von Frau Strauchs Bekanntem Zutritt bekamen. Wir bekamen eine Führung durchs Gebäude und sammelten Eindrücke, konnten hier und da auch mit einigen Vorurteilen aufräumen. Berührend war auch die eigene Geschichte unseres Tourguides.

Nach der Besichtigung ging es dann zu Fuß zurück zum Hostel oder zum Shopping.

Für zehn von uns ging es dann kurze Zeit später zum Eishockey Spiel Blackhawks (Chicago) vs. Red Wings (Detroit), welches die Blackhawks 6:1 gewannen. Es hat mega Spaß gemacht und die Stimmung war super! Auf unserem Rückweg hatten wir noch etwas Zeit und wollten auf einen schnellen Donut bei Dunkin Donuts einkehren, doch irgendwie mussten wir eine ganze lange Weile warten und alle Leute kamen vor uns dran. Wir waren wirklich kurz davor zu gehen, doch einige beharrten auf ihren Donut. Und siehe da, als wir dann endlich drankamen (die Verkäuferin hatte unsere Verärgerung wohl bemerkt) bekamen wir alle unsere Donuts umsonst! Was ein gelungener Abschluss des Tages.


Day 16 (Juliane Hennig)

Heute war auch schon unser letzter Tag in Chicago. Nach dem Frühstück mit Überraschungsständchen inklusive Geburtstagsdonuts für Frau Strauch traten wir mit Füßen, die am Ende der drei Tag circa 80.000 Schritte und damit über 50 Kilometer abgelaufen haben sollten, erneut auf die lauten und lebendigen Straßen Chicagos.

Auf dem heutigen Tagesplan stand das Shedd Aquarium, direkt am Rand des großen Lake Michigan, von dessen Ufer wir nochmal die Skyline genossen. Wie uns in einer weiteren kleinen Presentation erklärt wurde, ist das Aquarium das größte überdachte Aquarium der Welt und, in den Zwanzigern erbaut, auch eines der ältesten. Zu bestaunen gab es Delphine in einer Show, Beluga-Wale, kleine Haie und viele andere exotische und einheimische Tiere.

Gleich darauf tauchten wir wieder in die Großstadt ein, um Mittag essen zu gehen, bevor es von den Tiefen des Meeres auf den höchsten Turm Chicagos ging: den Willis Tower.

Unser Blick fiel von 412 Metern Höhe durch einen Glasboden auf die winzigen Menschen in ihren kleinen Autos auf der Straße. Insgesamt ragt der ursprünglich “Sears Tower” getaufte Turm 527 Meter in die Höhe und bot uns so einen spektakulären Blick über die Stadt, ihre Vororte und den Lake Michigan.

Nachdem wir, teilweise dankbar, wieder festen Boden unter den Füßen hatten, teilte sich unsere Gruppe auf. Meine kleine Gruppe beschloss noch den Navy Pier zu besichtigen, auf dem eine ”Kerwe” aufgebaut ist. Nach dem langen Weg am See entlang setzten wir uns und genossen bei herrlich warmem Wetter kühle Getränke und Eis. Wir waren uns allerdings einig, dass wir definitiv nicht zurück laufen wollten und so gönnten wir uns ein Wassertaxi, um rechtzeitig wieder im Hostel einzutreffen, wo unsere Koffer deponiert waren. Die Fahrt war wunderschön und die Laune war gut, trotz der näher kommenden Abfahrt. Pünktlich am Bahnhof fuhren wir mit dem Amtrak Zug wieder nach Springfield, wo wir um 22.30 Uhr von unseren Gastfamilien und Partnern wieder herzlich empfangen und sofort ausgefragt wurden.

 

Obwohl unsere Füße eine Belastungsgrenze erreicht hatten und trotz unserer Müdigkeit nach drei tollen Tagen voller Erlebnisse und wenig Schlaf sind wir uns alle einig, dass Chicago großartig war.


Day 17 (Vanessa Schönenberg)

Wieder zurück in Rochester mussten wir auch am heutigen Tag zur Schule. Dies hieß leider auch, dass wir früh aufstehen mussten. In der Schule hatte ich zur ersten Stunde "Yearbook". In dieser Stunde wird unterrichtet, wie man die Jahrbücher gestaltet. Kurz vor Ende des Schuljahres werden diese dann auch wirklich gedruckt - zum Vorbestellerpreis von 45 $. Im Home Room haben wir heute die Presentations fertig vorbereitet. Nach dieser Stunde hatte ich noch zwei Stunden Deutsch, die von einer Lunchpause unterbrochen wurden.

Anschließend fuhren wir nach Hause, um etwas zu essen und kurze Zeit später wieder zum Tennistraining zu gehen. Dies wird von der Schule aus angeboten; Vereine wie bei uns gibt es hier nicht. Am Abend aßen wir noch zusammen und redeten. Dann gingen wir auch schon wieder schlafen.


Day 18 (Laura Ebel)

Heute war der erste Tag, an dem wir unsere "Presentations" vorstellten. Meine Gruppe musste gleich 5 mal ran. Alle Schüler, sowohl der High School als auch der Junior High, waren interessiert und durchlöcherten uns mit Fragen.

Während wir gerade keine Presentation vorgetragen haben, gestalteten wir Dankeskarten für unsere Gastfamilien, die wir am Montag bei der Farewell Party übergeben werden. Jeder gab sich Mühe und die Karten sind echt schön geworden.

Abends ging es dann auf das Football Spiel, welches schon seit Wochen das Top Thema in der Schule war, da der Trainer der Gegner - den Cyclones aus Springfield - der Vater des Trainers der Rockets ist. Es wurden sogar extra T-Shirts gestaltet. Der "Leonard Bowl" fand in Springfield statt und das Stadion war mit fast 8.000 Zuschauern fast ausverkauft - ziemlich viel für ein High School Football Spiel! Alle Schüler in der "Student Section" trugen weiße Klamotten, da geplant war, dass Mehl geworfen wird. Leider wurde es verboten. Aber auch ohne Mehl war das Spiel sehr spannend und die Rockets wurden kräftig angefeuert. Schlussendlich verloren die Rockets in einem nervenaufreibenden Showdown aber knapp.


Day 19 (Fabian Haase)

Wir waren heute Vormittag auf einem Fußballturnier. Die Rochester Rockets haben das erste Spiel 2:1 gewonnen. Im zweiten Spiel unterlagen sie leider dem Gegner mit 3:0. Nach dem Turnier ging es dann weiter zu Verwandten von Tims Gastfamilie. Das Grundstück ist riesig. Die Verwandten haben eine kleine Scheune, die wir besichtigt haben. Dort lebt auch eine Ziegenherde die sich von uns hat streicheln lassen.

Wir haben gegen Abend ein kleines Boot am Ufer des Sees gefunden, welcher sich ebenfalls auf dem Grundstück befindet. Wir kamen auf die Idee mit dem Boot auf den See zu fahren. Als wir im Wasser waren fiel uns jedoch auf, dass der Motor nicht funktionierte und es keine Paddel an Bord gab. Also mussten wir mit den an Bord befindlichen Stöcken paddeln. Die ganze Angelegenheit war zwar sehr wacklig, aber wir haben es dennoch trocken zurück ans Ufer geschafft.

(Max Fuchs)

Heute haben wir geplant, in einen Park zu fahren und dort tagsüber zu campen. Gegen Mittag packten wir alles auf die Ladefläche des Pickup-Trucks und fuhren los. Die Fahrt dauerte circa eine Stunde und wir hielten uns mit Countrymusik, Witzen über die vielen Maisfelder und Gesprächen über die Präsidentschaftswahl bei Laune.

Der Park bot Zeltplätze mit befestigten Feuerstellen direkt an einem wunderschönen See. Als alles ausgepackt war, pumpten wir das aufblasbare Kajak auf und mein Austauschpartner Colton und ich erkundeten damit den See und den Wald der ihn umrandet.

Danach haben wir am Lagerfeuer Hot Dogs gegrillt und S'Mores gemacht. S'Mores bestehen aus gerösteten Marshmallows und schmelzender Schokolade zwischen zwei Keksen. Wir haben unsere ein wenig alternativ gestaltet, indem wir die Marshmallows und die Schokolade in Waffelhörnchen gepackt haben.

Als es dann schon dunkel war und wir so langsam müde wurden, haben wir alles wieder zusammengepackt und sind nach Hause gefahren. Als wir dann schließlich ankamen, habe ich mich nach diesem sehr schönen Ausflug doch sehr auf mein Bett gefreut, da die viele frische Naturluft mich sehr müde gemacht hat.


Day 20 (Max Laux)

Heute bin ich mit meinem Austauschpartner Matt und seinem Vater geflogen. Sein Vater ist Pilot, deswegen war es ein Kinderspiel für ihn, das kleine Flugzeug zu fliegen. Wir sind über Rochester und Springfield geflogen. Die Aussicht war unglaublich. Ich konnte sogar das Haus meiner Gastfamilie sehen.

Als wir wieder zurück waren, gab es bei uns Abendessen. Jule, ihre Austauschpartnerin Sara und ihr Vater haben uns besucht. Jule hat für uns Spätzle mit Gulasch gekocht.

Nach dem Abendessen haben wir ein Lagerfeuer gemacht. Wir haben Marshmallows geröstet und "Smores" gemacht (Marshmallows, Schokolade und Keks). Zum Spaß haben mein Austauschpartner und ich mal Hosen getauscht. Er hatte meine Skinny Jeans und ich seine amerikanischen Fly Away Pants an.

Am Ende sind Jule und ich mit unseren Austauschpartnern noch zu einer verfluchten Brücke in Rochester gefahren. Mit gruseliger Musik im Hintergrund erzählte uns Matt dann die Geschichte von der "cry baby bridge", wo einer Legende nach eine Mutter ihr Neugeborenes in den Fluss unter der Brücke geworfen hat. Der Legende nach hört man das Schreien des Babys - aber ich hab irgendwie nur Grillen gehört. Nach meinem aufregenden Tag bin ich direkt eingeschlafen.


Day 21 (Sophie Schaarschmidt)

Heute war Columbus Day, also Feiertag in den USA und somit haben wir schulfrei. Wir fuhren nach St. Louis, das ist eine Stadt in Missouri ungefähr 1,5 Stunden Fahrt mit dem Auto.

Dort angekommen bestaunten wir den Gateway Arch. Leider war davor eine Baustelle, so dass wir nicht so nah rangekommen sind. Also fuhren wir bald weiter zum Zoo, der trotz freiem Eintritt sehr schön angelegt war. Besonders gut gefallen haben uns die Giraffen, Elefanten und Nilpferde. Bezahlt wird hier alles durch Sponsoren und Tierpatenschaften. Wenn wir die Zeit gehabt hätten, wären wir den ganzen Tag geblieben.

Wir waren aber alle so hungrig, dass wir aufgebrochen sind in die Mall, wo es im Untergeschoss einen riesigen Foodcourt gibt. Danach hatten wir 2 Stunden Zeit zum Shoppen. Wir waren komplett überwältigt, da die Mall Dimensionen hat und es auch viele Shops gibt, die wir in Deutschland gar nicht haben.

(Georg Hellmann)

Abends ging es zur Farewell-Party nach Springfield zum Restaurant 'Top Cats', welches sehr bekannt für deren 'Horseshoe' ist und wir haben dort unseren Abend verbracht.

Wir haben geredet, gelacht und gegessen und haben unseren Abschied gefeiert. Wir haben uns bei den Amerikanern für alles, was sie mit uns unternommen haben, bedankt und ihnen zum Abschied unsere selbstgebastelten Dankeskarten sowie eine Blume (natürlich in Schulfarben!) überreicht. Alle umarmten sich und manche mussten sogar weinen, weil sie sich wie eine Familie fühlten. Am Schluss haben wir noch für Lucas, meinen Austauschpartner, "Happy Birthday" auf Englisch und Deutsch gesungen.


Day 22 (Carolin Pfeifer)

Heute war der vorletzte Schultag und der zweite, an dem wir unsere Präsentationen hielten.

Manchmal wird uns bereits bewusst, dass wir bald gehen, was mit einem fröhlichen und einem traurigen Auge gesehen wird, da wir alle es hier sehr mögen und gleichzeitig das Zuhause vermissen. Bei unseren Referaten werden wir oft über Deutschland, die Unterschiede zu den USA oder was wir hier besonders toll finden, ausgefragt. Schon in der ersten Stunde haben zwei unserer Gruppen im Deutschraum ihre Themen (food und school) präsentiert.

Der Saal von “Frau”, wie sie hier alle nennen (Ms Arkin), ist mit Plakaten, Karten und Flaggen geschmückt, was es dort sehr schön macht. Da die Lehrer einen festen Raum haben, können sie ihn so toll dekorieren. Auch ich hatte heute mehrmals meine Präsentation zu halten, was mir aber viel Spaß macht, da die Schüler toll mitmachen, wie z.B. bei Fragen, oder wenn man sie ein paar deutsche Wörter sagen lässt. Nach der Schule sind Fabian, Tim und ich mit meiner Austauschpartnerin Macie zum Fußballspiel (bei dem ihre Partner mitspielten) nach Decatur gefahren. Dort gewann Rochester 8:0. Dann trafen Macie und ich uns mit ihrer Mutter in einem kleinen Restaurant zum Abendessen. Und so endete für mich unser vorletzter Tag hier in Rochester.

(Florian Feldmann)

Mein vorletzter Tag in Rochester verlief ähnlich. Auch meine Gruppe war über den ganzen Schultag verteilt für die Präsentationen "gebucht", da die Lehrer sich hier in eine Liste eintragen mussten, wenn sie eine unserer Präsentationen in ihrer Klasse wollten. Zur Auswahl standen "Food", "Tradition and Culture", "Sports", "School", "Sayings" (Sprichwörter) und "Middle Ages/Castles". Wenn wir gerade keine Präsentationen hatten, verbrachten wir die Zeit entweder in den Klassen oder trafen uns mit denen, die gerade auch "frei" hatten.

Nach der Schule ergab sich aus einer Unterhaltung mit meiner Gastmutter ein Besuch beim Football-Training der Rochester Rockets, der Schulmannschaft, bei denen der Bruder meines Austauschpartners "coacht". Ich habe leider nur noch einen kleinen Teil gesehen, da wir spät dran waren, aber ich fand es trotzdem interresant. Die Football-Spieler trainieren hier fast 3 Stunden täglich an 5 Tagen die Woche bei Wind und Wetter, wurde mir erklärt. Als besonderes Abschiedsgeschenk hat mein "Gastbruder" mein Rochester-Shirt vom Football-Team unterschreiben lassen. Dann war der Tag auch schon fast wieder vorbei.


Day 23 (Lena Vogel)

Heute startete der Tag wie gewohnt mit zwei getoasteten Erdbeer-Poptarts.

In der Schule hatten wir, Vanessa, Caro und Lena die dritte Präsentation über deutsche Sprichwörter, welche bei den Schülern gut angekommen ist und auch uns Spaß gemacht hat. Anschließend haben wir eine Umfrage über "deutsche Wurzeln in Amerika" gestartet. Wir haben herausgefunden, dass mindestens 1/3 in jeder Klasse deutsche Vorfahren hat - ein Schüler hat sogar eine Mutter aus Heidelberg.

Nach der Schule bin ich mit meiner Austauschpartnerin zu ihrem Pom-Training in der Middle School gefahren. Dort hat sie in einer Gruppe von Mädchen einen Tanz einstudiert, welchen sie dann gemeinsam in der Halbzeit des nächsten Football-Spiels vortanzen werden.

Danach sind wir zum Abschluss bei Taco Bell essen gegangen, ich wollte dort unbedingt noch hin, bevor ich abreise und habe es auch nicht bereut. Abends war der Film "Breakfast Club", der Lieblingsfilm meiner Gastmutter, und dann der große tränenreiche Abschied angesagt. Ich werde meine Gastfamilie und die Zeit in Amerika nie vergessen und ich bin unglaublich dankbar dafür.


Day 24 (Juliane Hennig)

Nach den letzten wunderbaren Wochen voller Erlebnisse hieß es heute am 13. Oktober um 4:20 Uhr morgens vor der uns so familiär gewordenen Rochester High School Abschied von unseren Gastfamilien und unserem Austausch-Alltagsleben in Rochester zu nehmen.

Der Abschied war nach so vielen, scheinbar so schnell vergangenen Tagen bei einigen sehr emotional, doch darüber, dass das kein Auf-Nimmer-Wiedersehen sein muss, waren sich alle einig. Und so wandten wir uns auf der Fahrt nach Bloomington, gefahren von einigen amerikanischen Gasteltern, unserer letzten Etappe zu: New York City.

Während die Sonne noch einmal über Illinois' Maisfeldern aufging, ging es mit dem Bus von Bloomington nach Chicago und von dort per Flugzeug, nochmals Chicago von oben genießend, 3 Stunden bis zum La Guardia Airport in NYC.

Schon beim Anflug bot sich von meinem Fensterplatz aus neben einem New Yorker Studenten eine großartige Aussicht auf New Yorks Skyline.

Mit zwei Mini-Bussen wurden wir zum Hostel gefahren, wo wir unsere Zimmer bezogen, sofern man sich nicht, wie in unserem Fall, versehentlich schon über das Lehrer-Zimmer freute, um dann doch unter etwas Enttäuschung aber viel Lachen auf ein anderes Zimmer verwiesen zu werden.

Viel Zeit, die neue Unterkunft im „HI New York City“ zu erkunden, blieb allerdings gar nicht, da wir uns gleich das erste Mal mit der New Yorker Subway auf den Weg durch das mittlerweile dunkle New York City machten. Zu Fuß liefen wir vorbei am Washington Square Arch und dem berühmten Flatiron Building. Zwischen Wolkenkratzern und den berüchtigten Polizei-Sirenen begaben wir uns geradewegs zum zweiten Wahrzeichen New Yorks: dem Empire State Building.

Bevor wir mit 7 Metern pro Sekunde zurücklegenden Aufzügen den zweithöchsten Turm New Yorks hinauffuhren, lösten wir uns in kleinere Grüppchen auf, um Abendessen zu gehen. In meiner Gruppe entschieden wir uns für klassische Pizza, serviert in großen Slices.

Oben, auf 381 der kompletten 449,5 Metern Höhe des Empire State Buildings angelangt, hatten wir einen beeindruckenden Blick über das nächtliche NYC. Das One World Trade Center und der Trump Tower waren hell und bunt angestrahlt, wie auch das Chrysler Building, mit dem sich das ESB beim Baubeginn 1929 einen Kampf um den Titel des höchsten Gebäudes der Welt lieferte. Auf der teilweise extrem windigen Plattform konnte man einmal komplett um den Turm laufen und so einen 360° Grad Ausblick auf die riesige Stadt mit ihren Stadtteilen genießen. Es wurden viele Fotos gemacht und glücklicherweise kein Handy durch den Zaun fallen gelassen, bei dem Versuch die Straßen mit den winzigen Autos unter uns zu fotografieren.

Im Endeffekt verbrachten wir so viel Zeit auf dem Empire State Building, dass wir nicht mehr - wie ursprünglich geplant - noch zum Times Square gingen, sondern geradewegs zurück ins Hostel, wo alle nach diesem ersten Abend New York verdient in die Stockbetten fielen.


Day 25 (Kathrin Heine, Johanna Wagner)

Heute Morgen gab es das erste Frühstück im Hostel, das gemeinsam im Frühstücksraum eingenommen wurde. Danach ging es los mit der New Yorker Subway zur Grand Central Station und von dort aus verließen wir U.S. amerikanisches Hoheitsgebiet, um inmitten Manhattans internationalen Boden zu betreten: Den Hauptsitz der Vereinten Nationen. Im Laufe einer Führung erfuhren wir einiges über die Aufgaben der UNO und konnten auch einige Sitzungssäle bestaunen - darunter der Saal für die UN-Generalversammlung und den Weltsicherheitsrat. Wer seinen Reisepass dabei hatte, konnte sich zum Abschluss sogar noch einen entsprechenden Stempel der UN geben lassen.

Zurück auf amerikanischem Boden besichtigten wir die Saint Patricks Cathedral in der Nähe des Rockefeller Center und der Fifth Avenue, in der gerade ein Gottesdienst stattfand. Nachdem wir die Saint Patricks Cathedral besichtigt hatten, durften wir uns in Kleingruppen frei in der Stadt bewegen (nun ja, nicht ganz frei, wir hatten natürlich vorher gesagt bekommen, welche Stadtteile wir vermeiden sollen). Unsere Gruppe beschloss, sich in den Central Park zu begeben. Dazu musste man sich erst einmal mit dem New Yorker U-Bahn Netz anfreunden, welches wir (mehr oder weniger freiwillig) genauer erkundeten (laut den Jungs war genau das der Plan).

Im Park angekommen machten wir uns zuerst auf den Weg zum Central Park Zoo. Die Erwartungen waren natürlich hoch, da wir alle den Film Madagaskar gesehen hatten, der diesem Zoo nachempfunden wurde. Einige der Gehege sahen tatsächlich fast genauso aus wie im Film. Leider besaß der Zoo weder Giraffen noch Zebras noch Löwen oder Nilpferde (Hauptfiguren des Films). Die Glocke, die ebenfalls im Film vorkommt war zu unserer Überraschung detail- und klanggenau wie im Film. Aber auch so war der Zoo schön anzusehen. Vor allem die roten Pandas haben es uns angetan. Nach dem Zoo gingen wir noch eine Weile durch den Park, bestaunten die Seen und beobachteten den Sonnenuntergang sowie Mondaufgang bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Am Abend haben wir dann alle zusammen den Times Square besichtigt, auf dem wir erst einmal etwas Zeit im Hard Rock Café verbracht haben, um uns mit Shirts einzudecken. Danach genossen wir den Blick auf den Times Square von der bekannten roten Treppe. Alle waren sehr begeistert und ich denke niemand hat sich wirklich müde gefühlt, da die Lichter schon sehr hell waren. Nach einem kurzen Stop in der M&M World sind wir nach einem langen Tag wieder im Hostel angekommen.


Day 26 (Jule Steinhauer & Laura Ebel)

Am zweiten Tag in New York City ging es mit der U-Bahn an die Südspitze von Manhattan, um von der Staten Island Fähre aus die Freiheitsstatue und die Skyline der Stadt zu betrachten.

Es ging zu Fuß weiter an einem schönen Weg entlang der Küste zum One World Trade Center und zum 9/11 Memorial. Das 9/11 Memorial war erschreckend und spannend zugleich: Es ist eine Vertiefung im Boden, an der das Wasser 9m in die Tiefe fällt. Drumherum sind Tafeln, in denen die Namen der über 3.000 Toten vom Anschlag am 11. September 2001 eingraviert sind.

Hinter dem Denkmal ragt jetzt das neue One World Trade Center in den Himmel, welches mit 541m das höchste Gebäude in New York City ist. Was auch sehr spannend ist, ist die Höhe in Fuß. Sie beträgt 1776 feet was gleichzeit das Jahr der Unabhängigkeit von Amerika ist.

Anschließend sind wir auf die nah gelegene Wall St gelaufen. Sie ist eine der bedeutesten Straßen in der Finanzwelt.

Auf unserem weiteren Weg kamen wir beim Charging Bull vorbei, einer Statue aus Bronze. Der Bulle soll durch seine angriffsbereite Haltung, den aggressiven finanziellen Optimismus und Erfolg der Wall Street symbolisieren. Die Statue wird als Wall Street-Erkennungsmal angesehen und ist ein beliebtes Touristenziel.

Nach einer Mittagspause am Broadway ging es mit der U-Bahn weiter nach Brooklyn. Von dort aus liefen wir über die 1,8 km lange Brooklyn Bridge, welche ein architektonisches Meisterwerk ist, zurück nach Manhattan.

Danach haben wir den Rest des Tages frei bekommen. Meine Gruppe entschied sich mit der U-Bahn zum High Line Park zu fahren.

Zum Abschluss des letzten Abends wolllten wir noch einmal besonders Essen gehen. Wir fanden unterwegs ein typisch amerikanisch eingerichtetes sehr schönes Restaurant wo wir schlussendlich einkehrten. Das Essen war super lecker und wir hatten dazu noch Aussicht auf die untergehende Sonne die zwischen den Hochhäusern versank.


Day 27 (Vivien Kretz)

Den letzten Tag in New York City begannen wir mit einem Spaziergang durch den Central Park, dessen Ausmaße einfach unglaublich sind. Auch der im Inneren des Parks angelegte riesige See wirkte beeindruckend, vor allem mit der New Yorker Skyline im Hintergrund.

Wir verließen den Park gleich an unserer nächsten Station, dem weltberühmten American Museum of Natural History, in dem der Film "Nachts im Museum" gedreht wurde. Im Inneren gab es das echte T-Rex Skelett und viele weitere Skelette aus der Urzeit zu bestaunen. Auch gab es viele Schaukästen zu verschiedenen Völkern, die in dem Film lebendig werden. Beeindruckend war auch die Abteilung zum Weltall, Sternen und Planeten. Dort gab es eine 3D-Vorstellung in einer Art riesigem kugelförmigen I-Max, das den Urknall darstellte und erklärte.

Nach dem Museumsbesuch ging es für uns leider schon wieder nach Hause. Die Gepäckwaage am Flughafen passierten wir trotz Kilos von Peanutbutter-M&Ms in unseren Koffern zum Glück ohne Probleme. Eine Mitschülerin wurde hierbei die Pack-Königin mit genau 50 erlaubten Pfund.

Nach dem Flug, bei dem sich Johanna mehrfach den Bauch am Fernsehbildschirm verbrannt hatte (Zitat :D), kamen wir alle wohlbehalten in Deutschland an. Am Frankfurter Flughafen warteten wir schließlich noch auf die Austauschgruppe aus Niantic, um gemeinsam zurück nach Wörth zu fahren. Total übermüdet (mir fehlten über 12 Stunden Schlaf), aber glücklich freuten wir uns, unsere Lieben wiederzusehen.


Es waren vier unvergessliche Wochen!