Ehemaligenkonzert am 11.03.2017


Zur Eröffnung des 50-jährigen Schuljubiläums des Europa-Gymnasiums Wörth laden wir Sie sehr herzlich zum Jubiläumskonzert am 11. März 2017 um 20 Uhr in die Festhalle nach Wörth ein.

Ehemalige Schülerinnen und Schüler des Europa-Gymnasiums, die ihre Leidenschaft zur Musik zum Beruf gemacht haben, und Knut Maurer spielen Solo- und Ensemblewerke von der Klassik bis zum Jazz.

Es spielen:

Bierling, Thomas

Heidelberger, Gabrielle

Koch, Albert

Köhler, Klaus

Krutz, Angelika

Krutz, Karsten

Ochsenreither, Marina

Rössler, Ina

Skuballa, Julia

Thomas, Clemens K.

Wöschler, Matthias

Maurer, Knut

Lassen Sie sich von den Klängen der Musik verzaubern!

Ab 19 Uhr und nach dem Konzert bietet sich bei einem Glas Sekt die Gelegenheit zu netten Gesprächen und Begegnungen.

Wir freuen uns auf Sie.


Anlässlich des 50jährigen Schuljubiläums fand am Samstag, den 11.03.2017, in der Festhalle Wörth ein Konzert statt, in dem ehemalige Schüler des Europa-Gymnasiums, die ihre musikalische Begabung zum Beruf gemacht haben, noch einmal zusammenkamen, um gemeinsam zu musizieren.

Knut Maurer, der fast alle ehemaligen Schüler als Musiklehrer unterrichtet hatte, hatte das Konzertprogramm chronologisch zusammengestellt. Die in München lebende Pianistin Ina Rössler, Tochter des Schulgründers Direktor Dieter Rössler, eröffnete das Konzert zusammen mit dem Leiter des Orchesters am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe, Klaus Köhler. Sie interpretierten leichtfüßig, virtuos und durchsichtig die Partita Nr. 5 in e-moll für Sopran-Blockflöte und Cembalo von Georg Philipp Telemann.

Julia Skuballa, als jüngste Ex-Abiturientin, brillierte sehr gefühlvoll und total in sich versunken die Elegie von Johann Kaspar Mertz und mit atemberaubenden rhythmischen Schlagtechniken den Tango en Skai von Roland Dyens.

Auf absolutem Symphonieorchester-Niveau interpretierte Marina Ochsenreither (Klarinette) die Fantasia nach Motiven von Verdis „La Traviata". Mit fulminanter Technik und tragend gesanglichem Ton harmonierte sie trefflich mit Matthias Wöschlers kongenialer Begleitung am Flügel. Matthias Wöschler ist als Pianist und Klavierlehrer in der Musikschule Kottner, Steinweiler, tätig und unterstützt Herrn Maurer seit Jahren bei der Programmgestaltung der alljährlichen Matinéen.

Herr Maurer kündigte das folgende Stück, die Sonate für Flöte und Klavier, e-moll, von Francis Poulenc, als eine seiner absoluten Lieblingsstücke an. Das international bekannte Musikerehepaar, Angelika und Karsten Krutz, faszinierte durch impressionistische Klangfarben am Flügel sowie perlende Flötenläufe. Angelika und Karsten Krutz haben sich überregional einen Namen gemacht durch ihren „Klanghof" in Impflingen und ihre Konzertreihe „Lieben Sie Brahms?".

Der von Maurer als künstlerischer Tausendsassa angekündigte, in Freiburg lebende, freischaffende Komponist Clemens K. Thomas, überraschte mit einer Eigenkomposition „Skizzenblock", 7 Stücke für Klaviersolo und Rezitation. Sein fast kafkaesker wortbildreicher und klangfarbiger Auftritt schien einige „Mainstreamhörer" zu überfordern.

Mit starker Bühnenpräsenz und Wortwitz überzeugten auf ganzer Linie das Ehepaar Gabrielle Heidelberger (Gesang) und Thomas Bierling (Komposition, Flügelbegleitung). Thomas Bierling war einer der ersten Pianisten in Maurers Schul-Bigband. Schon 1985 überzeugte er als Oberstufenschüler des Europa-Gymnasiums mit seiner eigenen Cool-Jazz-Band beim Gründungsfestival des Jazz-Club-Wörth. Diese jazzigen Elemente fanden sich in seinen Vertonungen der frühen, leicht frivolen Texte des jungen G. E. Lessing.

Eine Überraschung bot der letzte Programmpunkt. Nachdem der Jazz-Solist der beiden Programmpunkte Miles David „All Blues" und Herbie Hancock „Watermelon man" kurzfristig abgesagt hatte, kündigte Knut Maurer, der den ganzen Abend moderierte, seinen altgedienten Bandkollegen, Albert Koch, an. Es zeigte sich die jahrelange Zusammenarbeit der beiden Musiker, als sie gemeinsam an Blues-Mundharmonika und Flügel aus dem Stand beide Titel improvisierten. Das Publikum honorierte mit lang anhaltendem Beifall die außergewöhnliche musikalische Leistung der beiden und ließ sie erst nach der populären Zugabe „Route 66" von der Bühne.

Obwohl es sich bei diesem Programm beileibe um kein Mainstream Programm handelte, war zur Freude der Veranstalter und auftretenden Künstler die Festhalle Wörth sehr gut besucht.

Nach dem Konzert gab es die Möglichkeit im Foyer bei Sekt und Brezeln das Konzert nachwirken zu lassen. Viele ehemalige Schüler und Kollegen machten rege davon Gebrauch.

Text: Hell, Mar

Fotos: Cas