Fachbereich Französisch


Europa zum Anfassen und Schmecken

13.06.2017

Zu frühster Morgenstunde machten sich die Französischkurse von Frau Trey und Frau Bräutigam am Montag, den 12.06.2017 noch etwas verschlafen ins elsässische Strasbourg auf. Am Conseil d’Europe angekommen erwartete uns bereits Frau Herr von „ Il était uns fois la ville“, die die Schüler mit einem Fragebogen ausgestattet auf Entdeckungsreise durchs Europaviertel schickte. Beim Beantworten der 16 Fragen auf Französisch waren nicht nur Sprachkenntnisse von Bedeutung, auch ein gutes Allgemeinwissen, ein Sinn für Logik und Beobachtungsgabe spielten eine große Rolle. Alle Gruppen meisterten die Aufgaben mit Bravour und wurden von Frau Herr mit Straßburger Lebkuchen „Pain d’épices“ belohnt.

Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrolle hinein in das Europäische Parlament, wo uns eine spannende zweisprachige Führung erwartete. Schnell wurde hierbei deutlich, wie wichtig Europa für uns alle ist, schließlich stimmen die Abgeordneten der 28 Mitgliedsstaaten dort jeden Monat über unterschiedlichste Belange des täglichen Lebens, wie z.B. den Milchpreis, Medikamentenverordnungen, Kennzeichnungen von Lebensmitteln … ab.

Für ein paar Minuten durften wir selbst im Plenarsaal Platz nehmen. Dieser beeindruckte nicht nur durch seine Architektur und Größe, sondern vor allen Dingen durch seine hervorragende Akustik. Das Sprachenwirrwarr aus 24 unterschiedlichen Landessprachen, welches hier herrscht, wenn sich die Abgeordneten in ihren Sitzungswochen treffen, bringen Heerschaaren von Dolmetschern in geordnete Bahnen. Diese verfolgen alle Sitzungen konzentriert und bedienen sich oftmals sogenannter Transfersprachen, um z.B. vom Griechischen ins Dänische zu übersetzen. Am Ende der Führung durften wir noch einen Blick auf den Ehreneingang samt rotem Teppich werfen.

Dann brachte uns der Reisebus in die Innenstadt von Straßburg. Die freie Zeit dort nutzten die einen, um sich in einem der zahlreichen französischen Straßencafés und Restaurants von der heimischen Küche verwöhnen zu lassen. Andere erklommen die 330 Stufen des Münsters und erfreuten sich an der herrlichen Aussicht an diesem sonnigen Montag. Wieder andere tummelten sich in den französischen Geschäften und Boutiquen und erstanden das eine oder andere neue Stück für den Kleiderschrank.

Wie immer ging ein solcher Tag viel zu schnell vorbei und alle Schüler fuhren am Nachmittag mit viel neuem Wissen und zahlreichen Eindrücken von unserem Nachbarland und Europa zurück nach Hause.

 

 

Brga


Rencontre franco-allemande à Wörth

11.06.2017

Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein empfingen die Klasse 6a von Frau Aufdermauer sowie die Französischklasse der 6f von Frau Bräutigam ihre neuen Austauschpartner vom Collège „Lucie Berger“ aus Strasbourg im Bürgerpark in Wörth.

Dort erwarteten die Schüler sieben unterschiedliche Stationen, an denen sie Kreativität, Ausdauer, Fitness aber vor allem ihre Kenntnisse in der Sprache des Partnerlandes unter Beweis stellen sollten. Doch bevor es richtig los gehen konnte, mussten die Schüler auf Grund von Gemeinsamkeiten deutsch-französische Teams bilden und diesen einen Namen geben. Diese Aufgabe war schnell gemeistert und nun stellte sich die Frage: Wer kennt sich in der Welt aus? Wer weiß sogar, wie die Hauptstadt von Estland heißt und kann kulturelle deutsch-französische Unterschiede nennen? Welche Mannschaft erzielt beim Fußball die meisten Tore? Welches Team dichtet die besten deutsch-französischen Verse und malt das schönste deutsch-französische Bild? Und wer schafft es, aus nur fünf Gegenständen ein Boot zu basteln? Mit großem Eifer machten sich alle Schüler ans Werk, wobei Sprachhürden schnell genommen waren und deutsch-französische Grenzen im Nu verblassten.

Den Höhepunkt des Vormittages bildete eine kleine Regatta auf dem Flüsschen im Bürgerpark. Schüler wie Lehrer staunten dabei nicht schlecht, welch wunderschöne Boote aus Blättern, Blumen und Zweigen entstanden waren und nun munter auf dem Wasser von einem Ufer zum anderen unter den Jubelrufen der Schüler dahin segelten. Anschließend wurden noch die drei Besten der insgesamt 14 Teams geehrt. Ein kleines Präsent, gesponsert von der Fachschaft Französisch des Europa-Gymnasiums, erhielten die Mannschaften „die Bunten“, „das Blau“ sowie „Le Croc“.

Viel zu schnell ging dieser schöne Vormittag vorbei und alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf ihre nächste Begegnung im Herbst.

Wir danken den Lehrkräften des Collège „Lucie Berger“ vielmals für ihren Einsatz.

Adm, Brga


Erste Impressionen vom Strasbourg-Austausch der 7g/c

02.04.2017

Unsere Schüler halten sich für eine Woche zum Gegenbesuch bei ihren Austauschpartnern vom Collège Lucie Berger auf. Wir wurden sehr herzlich empfangen und haben bereits viel entdecken und erleben dürfen.

Hfl


Schüleraustausch mit dem Collège Lucie Berger in Strasbourg: Besuch in Wörth vom 1.-7. Februar 2017

Seit 2016 entwickelt sich eine neue Partnerschaft mit dem Collège Lucie Berger.

Ankunft der Gäste

Am 1. Februar war es soweit: Unsere Austauschschüler vom Collège Lucie Berger aus Strasbourg kamen mit dem Zug in Wörth an. Zusammen mit Frau Höfler und Frau Schnaithmann machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, um unsere Gäste abzuholen. Nach und nach trudelten auch die ersten Eltern dort ein. Als der Zug mit den Austauschschülern endlich ankam, war die Aufregung groß! Bis jeder seinen Partner mit Hilfe der Lehrer gefunden hatte, verging einige Zeit. Schließlich nahmen manche von uns ihre Gäste mit in die Ganztagsschule, die meisten aber fuhren nach Hause, um sich in den Familie in Ruhe kennen zu lernen.

Gemeinsamer Schultag

Am Donnerstag morgen trafen wir uns zunächst in der Mensa. Nach der offiziellen Begrüßung unserer Gäste durch Frau Weisser starteten wir in Zweier-Teams zu einer Rallye durch das Schulgelände. Danach brachten wir unsere Austauschschüler in verschiedene Klassen, wo sie in den Schulalltag hineinschnuppern konnten. Nach der 6. Stunde holten wir sie wieder ab. Gemeinsam haben wir dann zuerst Pizza gegessen und danach an Plakaten zu den Ländern der EU gearbeitet. Nach einem langen Schultag ging es nach Hause in die Familien.

Ausflug nach Maulbronn

Am 7. Februar haben wir mit der Austauschklasse einen Tagesausflug ins Kloster Maulbronn unternommen. Da unsere Klasse an diesem Tag vom Unterricht befreit war, konnten wir bereits morgens starten. Nach etwa anderthalb Stunden Fahrt kamen wir im Kloster an.

Dort wurden wir für eine Führung durch die Klosteranlage, die seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe ist, in zwei Gruppen aufgeteilt. Maulbronn gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Die unterschiedlichen Gebäude beherbergen heute mehrere Restaurants, die Polizeiwache, das Rathaus sowie ein evangelisches Gymnasium mit Internat. Wir hörten die Legende, wie einst gewitzte Ordensbrüder des Klosters die Maultaschen erfanden und wie Maulbronn zu seinem Namen kam: Die Mönche waren seinerzeit zunächst unentschlossen, wo sie das Kloster bauen sollten. So schickten sie ein Maultier, bepackt mit den Klosterschätzen, los und errichteten das Kloster an der Stelle, an der das Tier eine Trinkpause gemacht hatte.

Nach der Führung besuchten wir zwei Workshops: Wir haben uns jeder ein eigenes Brot gebacken und unter Anleitung ein kleines Heftchen gebunden und verziert. Schließlich hatten wir noch etwas Zeit, die Klosteranlage selbst zu erkunden, bevor es zurückging. Zu Hause ruhten wir uns alle noch ein wenig aus, da der Abschiedsabend in der Mensa des EGW bevorstand.

Wir freuen uns auf den Besuch in Strasbourg vom 31.03.-07.04.2017.

Berichte von: Tina Worst, Charlene Ahlborn, Kenza Cherfouf (7g)


Austausch in Besançon

Letztes Schuljahr bot sich für mich die Chance, am Brigitte-Sauzay Programm teilzunehmen. Das ist ein Schüleraustausch, der auf Gegenseitigkeit beruht und sich über 8-12 Wochen erstreckt. Mein Partner Arthur Héam kam aus Besançon. Das liegt im französischen Franche-Comté.

Von Februar bis Mai lebte Arthur bei uns, danach fuhr ich für neun Wochen mit zu seiner Familie. Dort erlebte ich sehr viele spannende Dinge über die Kultur und den Alltag der Franzosen. Dieser war komplett anders, als der bei mir Zuhause. Es begann schon morgens beim Frühstück: Um 7.00 Uhr stand ich mit Arthur und seinen Schwestern auf. Nach dem Umziehen wurde gefrühstückt. Schon um 7.20 Uhr mussten wir los zum Bus! Dementsprechend fiel alles sehr klein aus, vor allem das Frühstück. Dies blieb bei Toast mit Konfitüre oder Müsli. Die Eltern waren nicht dabei, sie waren schon bei der Arbeit oder schliefen noch.

Die Schule begann, ebenso wie in Deutschland, um 8.00 Uhr. Jedoch ging eine Schulstunde 55 Minuten. Um 12.00 Uhr begann schon die Mittagspause. In dieser aßen alle Kinder gemeinsam in der Kantine. Das Essen dort hat fast immer gut geschmeckt. Anschließend war noch genug Zeit, um im Pausenhof mit seinen Klassenkameraden zusammen zu sitzen und zu erzählen. Der Nachmittagsunterricht endete um 16.30 Uhr, danach gab es meist kaum Hausaufgaben zu erledigen und somit hatte ich genug Zeit für Hobbys.

Glücklicherweise konnte ich fast jeden Tag nach der Schule noch Sport treiben. Im Nachbarort spielte ich in einem Verein Fußball. Außerdem fuhr ich jeden Mittwoch mit einer Gruppe Jungs mit dem Fahrrad durch die Wälder der Umgebung! Es machte riesigen Spaß über Stock und Stein zu rasen!!! Die Jugendlichen um mich herum waren unglaublich nett und aufgeschlossen. In keiner Sekunde verspürte ich das Gefühl hier alleine oder fremd zu sein.

Die Wochenenden verbrachte ich häufig mit der Fußballmannschaft oder den Pfadfindern, bei denen die Kinder der Familie Héam sehr aktiv waren. Mit der Familie unternahm ich aber auch ein paar sehr interessante und spannende Ausflüge. Zum Beispiel besuchten wir eine Tropfsteinhöhle oder gingen auf den "Berg der Affen". Dort gab es 500 frei herumlaufende Berberaffen zu bestaunen. Natürlich besichtigte ich auch die alte Innenstadt von Besançon und den Fluss Le Doubs, kombiniert mit zahlreichen Museen in der Region.

In der vorletzten Woche meines Aufenthalts in Frankreich besuchten Arthur und ich für eine Woche seine Großeltern in Rouen und Paris. Zusammen mit ihnen und Cousin Hugues aus Montenegro machten wir weite, tolle Ausflüge in der Normandie, an den Atlantik und zu den wunderschönen Sehenswürdigkeiten in Paris. So sah ich das erste Mal Eiffelturm, Louvre, L'Arc de Triumphe und co!

Zum Abschluss der Woche wurden wir zu einer Hochzeit von Arthurs Verwandten eingeladen. Hier erlebte ich den absoluten Höhepunkt meines Aufenthalts. Ich durfte mit dabei sein, wie sich beide das Ja-Wort gaben und anschließend ausgelassen feierten. Nach dem Mittagessen im Restaurant wurde eine Pause eingelegt, um sich auf die eigentliche Party in einer Bar vorzubereiten. Gegen 20.00 Uhr begann diese dann mit Reden und Kennenlernspielen. Natürlich gab es auch Essen. Dieses beschränkte sich aber auf Finger-Food und hauptsächlich Nachspeisen. Bis spät in die Nacht tanzte die Hochzeitsgesellschaft. Gegen 01.00 Uhr verabschiedeten wir uns und fuhren mit der klassischen Pariser Metro zurück zur Wohnung. Ein unvergesslicher Tag ging auch für mich erst spät zu Ende!

Meine allerletzte Woche in Frankreich verbrachte ich mit den Pfadfindern. Sie fuhren nämlich eine 250 km lange Radwandertour von Besançon nach Straßburg. Zusammen mit 20 anderen Jugendlichen, radelten Arthur und ich fünf Tage lang. Am ersten Tag legten wir eine Strecke von 50 km zurück. Zwischen den Fahrradtagen machten wir jeweils einen Tag Pause. An diesen Tagen besichtigten wir gemeinsam Parks, Museen und andere Sehenswürdigkeiten der Regionen. Die beiden letzten Etappen hatten 90 km. Vor Straßburg, hatten wir das Ziel erreicht, doch dann war es leider schon Zeit für mich zu gehen. Denn nun musste ich wieder zurück nach Deutschland und mein Austausch endete.

Der Austausch hat mich sprachlich und persönlich sehr viel weitergebracht. Die Zeit dort war super, auch wenn ich mich mit meinem Partner nicht sehr gut verstanden habe. Deshalb bin ich auch viel selbstständiger geworden, da ich mich komplett selbst organisieren musste. Jedem der mit dem Gedanken spielt so etwas auch einmal zu probieren, kann ich nur empfehlen es zu tun. Es ist eine tolle Erfahrung!

Die Menschen in Frankreich sind unglaublich nett und weltoffen. Als Fremder wird man sofort aufgenommen. Die Klischees, die man sich über die Franzosen in Deutschland erzählt sind nicht zutreffend, denn sie sind keine arroganten Menschen, vielleicht ein bisschen in ihrer Sprache, aber keinesfalls im Charakter.

Jedoch eine Sache stimmt: Sie machen das beste Baguette der Welt und essen es zu jeder Mahlzeit!!!

Simon Fichtenkamm


Mein Erlebnisbericht - Diana Scholl

Vom 23.05.2014 bis zum 17.06.2014 durfte ich am dreiwöchigen Austausch zwischen dem Europa-Gymnasium Wörth und der CSI (Cité Scolaire Internationale) Europole Grenoble teilnehmen. Insgesamt habe ich eine schöne Zeit in Frankreich verbracht.

Bevor ich überhaupt nach Frankreich gehen konnte, mussten meine Mutter und ich viele Papiere ausfüllen. Doch am Ende stimmte die Schule in Grenoble meinem Aufenthalt zu. Meine Mutter und Matthias fuhren mich mit dem Auto nach Sassenage, dem Ort, in dem meine Austauschpartnerin Luise mit ihrer Familie wohnt. Sassenage ist ein Vorort von Grenoble, er hat einen alten Ortskern, drei schöne Schlösser und viele Parks. Nach der langen Fahrt kamen wir abends endlich dort an. Die Familie begrüßte uns ganz herzlich. Sie hatten auch ein köstliches Abendessen vorbereitet. Es gab Quiche Lorraine, Olivencake und typischen französischen Käse.

Am nächsten Morgen gingen wir nach Grenoble zum Shoppen, wobei mir ein paar typische Spezialitäten aus Grenoble gezeigt wurden. Am Abend verabschiedete ich mich von meiner Mutter und Matthias, die nun wieder heimfuhren.

Meine Gastfamilie war sehr nett. Mit Luises Schwester verstand ich mich auch sehr gut, und wir unternahmen viel zusammen. Am schönsten fand ich den Ausflug nach Lyon. An diesem Tag sind wir alle morgens schon um 8 Uhr aufgestanden und mit dem Auto nach Lyon gefahren. Lyon ist riesig, aber wir besuchten dort nur die Altstadt auf der Halbinsel. Dort schauten wir in einige typische Läden und in einige der berühmten Hinterhöfe mit ihren schönen Balkonen und Treppen; diese waren meist miteinander über kleine schmale Gassen verbunden. Die Gänge dienten dazu, schnell und ungesehen von einem Stadtviertel ins nächste zu gelangen. Den Bischofssitz und die Kathedrale St. Jean Baptiste haben wir auch besucht. Sie besteht aus weißen Steinen und romanischen und gotischen Elementen. Wir kehrten in Lyon ein und ich genoss dort die gute französische Küche. Nach einem langen Tag in Lyon fuhren wir schließlich erschöpft heim.

Ein anderer Ausflug führte uns in die Grotte „les Cuves" direkt über uns in Sassenage. Wir starteten zu Fuß von „zu Hause" und gelangten über einen steilen Fußweg entlang des Furons zum Eingang der faszinierenden Grotte. Der „guide" erklärte uns, welche Figuren die Steinformationen haben sollten und wir mussten diese finden. Manchmal war es nötig, dass wir uns bückten oder etwas kletterten, da der Weg weitestgehend natürlich belassen war. Neben dem Weg floss an einigen Stellen ein kleines Bächlein, der Germ, der sich seinen Weg durch den Felsen gegraben hat. Die Grotte hat zu jeder Jahreszeit eine konstante Temperatur von 12°C.

Ein anderes Mal wanderten wir auf den Moucherotte. Er ist fast 1900 m hoch, so dass wir natürlich ein Stück angefahren sind, um nicht den kompletten Höhenunterschied überwinden zu müssen. 800 Höhenmeter mussten wir bei einem mühsamen Anstieg dennoch zurücklegen. Dafür wurden wir mit einer guten Aussicht auf Grenoble und die umliegenden Berge belohnt; leider war es an diesem Tag etwas dunstig. Auf dem Mouchrotte stärkten wir uns mit einem Picknick, bei dem es Käse- und Schinkensandwiches gab und natürlich auch etwas Süßes. Nach dem Picknick stiegen wir wieder ab. Fußmüde entschieden wir uns für eine steile Abkürzung.

Die Schule ist viel strenger, als wir dies gewöhnt sind. Meine Austauschpartnerin hat 35-40 Stunden Unterricht pro Woche. Die Schüler sind ständig von Lehrern und Aufpassern überwacht. Es gibt für jeden Schüler ein kleines Heftchen, in das alle „Vergehen" wie zu spät kommen, Hausaufgaben vergessen etc. eingetragen werden. Beim Sportunterricht gibt es aber ganz andere Angebote, wie z.B. Klettern. Ich hatte das Glück, dass während meines Aufenthalts gerade Klettern auf dem Programm stand. Zur Kletterstunde mussten wir allerdings durch halb Grenoble zu Fuß laufen, so waren wir schon mal aufgewärmt. Wir mussten die Gurte anlegen, einen Helm aufziehen und dann durften wir losklettern. Mich verließen leider kurz vor Ende der Kletterwand die Kräfte.

Da mittags Unterricht ist, müssen die Schüler in der Kantine essen. Das Essen dort schmeckte mir gar nicht. Am besten war der Joghurt, der kam auch aus der Packung;-). Ansonsten war das Essen entweder versalzen, kalt und das Fleisch wie Gummi. Gegessen habe ich es trotzdem, denn es wird in Frankreich spät zu Abend gegessen (gegen 21 Uhr).

Schön war, dass in Grenoble die Supermärkte auch am Sonntagmorgen offen hatten. Abgesehen davon fiel mir auf, dass die Straßen hier viele Schikanen wie Bremsschwellen und dergleichen hatten.

Der Aufenthalt in Frankreich hat mir sehr gut gefallen. Ich lernte zwar nicht sehr viel Französisch, da meine Gastfamilie nur deutsch sprach. Aber die Erfahrung, fast 4 Wochen ohne meine Eltern und Schwester auskommen zu müssen, war aufregend. Zugegeben, zuerst hatte ich gegen mein Heimweh gekämpft. Da sich die Familie sehr gut um mich kümmerte, ging die Zeit fast zu schnell vorbei. Glücklicherweise durfte ich so oft ich wollte nach Hause telefonieren. Den Austausch würde ich jederzeit wiederholen, einziger Nachteil ist, dass man so viel Schulstoff verpasst, der zusätzlich zu dem normalen Hausaufgaben schnellstens nachzuholen ist, und dass sämtliche Arbeiten und Tests nachgeschrieben werden müssen.

Diana Scholl, 7f


Mein Grenoble-Austausch

Ich habe vom 2. Oktober 2011 bis zum 16. Oktober 2011 an einem individuellen Austausch mit unserer Partnerschule in Grenoble teilgenommen.

Ich bin von Frankfurt nach Lyon geflogen (alleine). Dort haben mich dann die Eltern meiner Austauschschülerin abgeholt. Meine Austauschschülerin, Elisa Doll ist nicht mitgekommen, da es schon sehr spät war und wir am nächsten Tag in die Schule mussten. Wir fuhren mit dem Auto nach Grenoble. Eigentlich wohnt meine Gastfamilie nicht in Grenoble, sondern in Sappey, das ist ein kleines Dorf in den Bergen.

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, um den Bus um 7:00 Uhr von Sappey nach Grenoble zu nehmen. Um 8:00 Uhr kamen wir dann in der Schule an. Wir hatten von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr Unterricht. Von 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr hatten wir aber Pause. Da sind wir meistens raus und haben etwas gegessen. Viele Schülerinnen und Schüler essen aber in der Cafeteria. Von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr hatten wir wieder Unterricht.

Am Wochenende besichtigten meine Gastfamilie und ich die Stadt Grenoble.

Am 16. Oktober hat mich dann meine Gastfamilie wieder an den Flughafen von Lyon gefahren, damit ich wieder nach Frankfurt fliegen kann.

Meiner Meinung nach ist der Schulalltag der Schülerinnen und Schüler in Grenoble viel anstrengender als unserer, trotzdem würde ich den Austausch weiterempfehlen.

Annabell Marz / 8a 


Austausch mit Frankreich/Grenoble

Ich habe an dem zwei- bis dreiwöchigen individuellen Austauschprogramm zwischen dem Europa-Gymnasium und der Cité scolaire internationale Europole in Grenoble teilgenommen. Das heißt, dass ich 2,5 Wochen in meiner Gastfamilie war.

Meine Gastfamilie hat mich sehr nett aufgenommen und in den Alltag ihrer Familie integriert. Da mein Austauschschüler ein Junge ist, habe ich bei meiner Gastschwester Marina im Zimmer übernachtet.

Die Gastfamilie hat mit mir sehr viel zusammen unternommen. Am schönsten fand ich das Ski fahren, denn es war mein erstes Mal. Meine Gastschwester hatte mir am Anfang nicht geglaubt, dass ich noch nie Ski gefahren bin, weil es für sie normal ist, dass man Ski fahren kann. (Sie wohnt ja auch in einem Skigebiet). Die Skipiste, auf der wir waren, war eine Familienpiste, also dort sind keine Touristen gefahren. Wir haben dann dort auch gepicknickt. Beim zweiten Mal war es auch sehr schön, an dem Tag ist auch ein Rettungshubschrauber gelandet, weil sich jemand verletzt hatte.

Meinen Geburtstag, der während dem Austausch war, fand ich sehr schön gestaltet. In der Schule haben sie mir alle ganz herzlich gratuliert und am schönsten fand ich, dass sie es auf Deutsch versucht haben. Nach der Schule durfte ich mir dann aussuchen, was wir machen. Ich habe mich dann für ein Eis entschieden und als mein Austauschpartner Stefano und ich in der Eisdiele waren, war ich sehr erstaunt über die Preise, denn im Gegensatz zu Deutschland war es sehr teuer. Als wir dann wieder zu Hause waren, haben wir zu Abend gegessen. Nach dem Abendessen hab‘ ich dann einen Kuchen bekommen, über denn ich mich sehr gefreut habe, da ich dies von Deutschland kenne. Über die Geschenke z.B. ein Buch „Le petite Prince“ habe ich mich auch sehr gefreut. Gefeiert haben wir am Wochenende, da wir während der Woche bis 18.00 Uhr Schule hatten.

An einem Tag sind wir mit einer Seilbahn hoch auf die Bastille gefahren. Die Bastille ist eine Festung, diese liegt hoch auf einem Berg. Von dort aus sieht man ganz Grenoble. Ich fand es sehr interessant die Grotten zu sehen. Auf dem Rückweg sind wir hinunter gelaufen. Es war ein sehr schöner Tag.

Die Schulzeit fand ich eine sehr schöne Zeit. Die Klasse hat mich sehr nett aufgenommen. Es war für mich sehr ungewohnt bis abends Schule zu haben, aber ich habe mich daran gewöhnt. In der Mittagspause bin ich meist mit meinen Austauschpartner irgendwo außerhalb essen gegangen, da mein Austauschpartner nicht bei der Mensa angemeldet ist.

Die Schulfächer waren sehr interessant, aber auch sehr anstrengend, weil ich es nicht gewohnt bin den ganzen Tag Unterricht in einer Fremdsprache zu haben.

Den Sportunterricht fand ich sehr schön, weil wir in einer Kletterhalle Unterricht hatten. Diese kenne ich nicht von Deutschland. Die Schulregeln an der Cité Scolaire Internationale Europole waren für mich sehr ungewohnt, z.B. dass man nichts essen durfte, außer in der Mensa. Die Regeln werden nicht von den Lehrern alleine durchgesetzt, sondern es gibt sogenannte Surveillants (Aufseher). Diese sind den ganzen Tag im Haus anwesend und setzen die Regeln durch.

Ich freue mich schon sehr, wenn mein Austauschpartner zu mir nach Deutschland kommt.

Leonie Laub, Klasse 8d.


Bericht über meinen Aufenthalt in Grenoble/Frankreich

Mein Austausch mit Grenoble fand vom 26. August bis zum 27.Oktober 2010 statt. Ich nahm am Brigitte-Sauzay-Programm teil, welches einen Aufenthalt von 8 Wochen in Frankreich ermöglicht. Davon war ich 6 Wochen in der Schule und zwei Wochen verbrachte ich ausschließlich mit meiner Gastfamilie.

Im Unterschied zur Schule in Deutschland findet in Frankreich jeden Tag von 8.00-18.00 Uhr Unterricht statt. Eine Unterrichtsstunde dauert dort 55 Minuten im Gegensatz zu einer Schulstunde in Deutschland, die 45 Minuten dauert. Dadurch hat man 4 Stunden bis zum Mittagessen in der Kantine. Nach einer Stunde Mittagspause hat man weitere 5 Stunden bis zum Unterrichtsende um 18 Uhr. Danach geht es mit der S-Bahn nach Hause.

Bis zum Abendessen um ca. 20.00 Uhr machte ich meine Hausaufgaben. Danach lernte ich noch. Ich ging auf eine Internationale Schule, das heißt, dass dort auch Kinder aus anderen Ländern sind. Deshalb wird auf dieser Schule in 7 Sprachen unterrichtet (Französisch, Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Spanisch, Arabisch und Italienisch). Damit kein Chaos entsteht, gibt es Sektionen. Man kann sie mit Fremdsprachenklassen vergleichen, nur dass sie viel kleiner sind und auf die Niveaus jeden Schülers angepasst sind. Es gibt Niveau zwei für Anfänger, Niveau drei für Fortgeschrittene und Niveau vier für Muttersprachler. Die Lehrer werden auch den Niveaus angepasst, d.h., dass in der deutschen Sektion, im Niveau vier, eine deutsche Lehrerin unterrichtet. Diese Sektion besuchte auch ich. Dort wird der gleiche Stoff wie in Deutschland behandelt sowie Aufsätze und Diktate. Zudem gab es auch noch deutsche Erdkunde und deutsche Geschichte. Die anderen Fächer verbrachte ich in meiner gemischten Klasse, wo unabhängig von Sprache und Niveau in Französisch unterrichtet wurde.

Weitere Fächer waren: SVT (Biologie), P1 (französische Erdkunde), PH (Physik), ANGL (Englisch), EPS (Sport) und ART PLASTIQUE (Kunst). Die Schüler, welche noch nicht flüssig Französisch konnten, oder einen Austausch wie ich machten, hatten noch zusätzlich FLE (Französisch als Fremdsprache). In diesem Fach gibt es auch wieder drei Niveaus, in denen man innerhalb von drei Jahren die gesamte Grammatik und sehr viele Vokabeln lernt. Die Schule kann man sich wie ein Gebäude, das mit hohen Zäunen umgeben ist, vorstellen, mit einer Tür, die bewacht wird. Man kommt nur hinein und heraus, wenn man sein „Carnet de correspondance" vorzeigt. In diesem Heft befindet sich die Adresse der Eltern und des Arztes. Hier wird auch vermerkt, wenn der Schüler zu spät kommt oder wenn er gegen die Schulordnung und Schulregeln verstößt. Im Allgemeinen ist Schule in Frankreich viel strenger als in Deutschland. Deshalb geht es im Unterricht viel geordneter und ruhiger zu als bei uns, denn jede Auffälligkeit würde mit Nachsitzen bestraft werden.

In meiner Gastfamilie fühlte ich mich sehr wohl. Jeden Tag, wenn ich aus der Schule kam, gab es ein sehr gutes Abendessen, das meistens aus drei bis vier Gängen bestand. Da man nur einmal am Tag zusammen am Tisch saß, erzählte man noch etwas länger. Oft gingen wir wandern, da sehr viele, die in der Stadt wohnen sich noch ein Ferienhaus mieten, zu dem sie manchmal fahren. Der absolute Höhepunkt war mein Aufenthalt in Paris, wo ich die vielen Sehenswürdigkeiten besichtigte. Am meisten beeindruckt hat mich der Eiffelturm.

Ich kann diesen Austausch nur empfehlen, da man eine andere Kultur, ein anderes Schulsystem kennen lernt und nebenbei noch seine Grammatik, das Vokabular und den Akzent verbessert.

Jannik Fritz


Das Brigitte-Sauzay-Austauschprogramm

Persönlicher Erfahrungsbericht von Caroline Biedermann
vom Europa-Gymnasium Wörth am Rhein

Schüleraustausch Caroline Biedermann – Sophie Priem
vom 21. August bis zum 17.Oktober 2010 (Grenoble)

Auch ich, Caroline Biedermann durfte an dem Austauschprogramm in der 9. Klasse des Gymnasiums mit Frankreich- genauer Grenoble- teilnehmen. Im Gegensatz zu meiner älteren Schwester Ann sollte ich aber zu einer „echten" franz. Familie kommen und hatte einige Bedenken.

Der Austausch bedeutete für mich persönlich einige Einschnitte. Zunächst fing alles ganz harmlos an. Meine Austauschschülerin Sophie Priem kam zunächst noch eine Woche zu einer anderen deutschen Schülerin und sollte danach erst zu mir kommen. Wir sahen uns in der Schule aus der Ferne und waren zunächst noch scheu. Ich glaube, der erste äußere Eindruck war auf beiden Seiten ganz gut. Jedenfalls kam Sophie dann zu meiner Familie und bekam das Gästezimmer mit Internetanschluss. Was sich als sehr wichtig erwies, da Sophie fast jeden Abend über Skype (Internettelefonie mit Bild) mit Ihren Großeltern, Eltern und Geschwistern telefonierte. Sophie sprach nach ca. 7 Jahren Deutschunterricht ganz gut Deutsch und war auch nicht von ängstlicher Natur, so dass unsere gemeinsame Kommunikation in der Regel auf Deutsch stattfand.

Ich mache sehr viel Sport in meiner Freizeit, eigentlich ausschließlich. Ich habe 2 bis 3 mal Handballtraining in der Halle und zweimal Leichtathletik-Training im Freien, zusätzlich noch Spiele in zwei Mannschaften am Wochenende. Sophie kam gerne mit und bekam eigentlich immer Muskelkater. Manchmal machte Sie mit, manchmal blieb sie aber auch zu Hause oder schaute zu und alberte mit den anderen in der Sporthalle rum. Auf jeden Fall kennen viele im Musikverein meiner Schwester und im TSV Kandel „meine" französische Sophie. Für Sophie war die viele Freizeit ungewohnt, aber angenehm. Die Deutschkenntnisse und natürlich auch die Unterschiede zwischen der dt. und fr. Kultur/Lebensweise waren interessant. Wir fuhren zu meinen Großeltern in die Eifel, wir fuhren in große Spaßbäder, Sophie war auf dem Kölner Dom und aß zum ersten Mal Currywurst mit Pommes. Nur ins Leichtathletik-Trainingslager durfte und wollte Sophie nicht mit und die geplante Berlin-Fahrt klappte auch nicht. Mein Opa spielte stundenlang mit Sophie Karten und hat sich köstlich über Ihren süßen, franz. Dialekt amüsiert. Sie haben sich sehr gut verstanden. Ein Wochenende kamen dann auch Sophies Eltern und Ihre große Schwester zu Besuch. Leider nur für eine Nacht. Die Unterhaltungen wurden zwischen unseren Eltern größtenteils auf Englisch geführt, aber auch ein Mix aus Deutsch und Französisch fand statt. Auch unsere Eltern fanden sich sympathisch. Meine Schwester Ann und die Schwester von Sophie besuchten dann abends noch gemeinsam eine kleine Party. Nach den vielen Wochen war Sophie auf jeden Fall ein Teil der Familie, was sich auch an abendlichen Fernsehabenden bemerkbar machte. Dann kam der Abschied. Sophie fuhr nach Hause und freute sich..

Aber dann war meine Zeit gekommen und ich bekam langsam Angst vor der eigenen Courage. Ich verabschiedete mich im Sportverein und verpasste einige wichtige Termine. Ich verabschiedete mich von meinem Kater und hatte jetzt schon Sehnsucht. Ich verabschiedete mich von meiner doch recht großen Familie und konnte bei einigen, großen Feiern nicht dabei sein. Es war schon etwas traurig. Insbesondere deshalb, weil meine Gastfamilie mich kurz vorher gebeten hatte, eine Woche früher zu kommen, um dann direkt nach Paris zu fahren. Eigentlich wollten meine Eltern mich mit dem Auto nach Grenoble bringen, aber so musste ich mit meinem gesamten Gepäck und Wertsachen zum ersten Mal in meinem Leben ganz alleine mit dem TGV nach Paris fahren. Meine Schwester hat mir für die Zugfahrt und für jeden Sonntag einen Brief mir nützlichen Hinweisen i.d.R. Vokabeln oder Verhaltensregeln, aber auch Aufmunterungen usw. geschrieben. In Paris holten mich meine Gasteltern Thierry und Regine dann ab. Alles hat geklappt und ich war doch ein wenig stolz. Das Abenteuer konnte beginnen. Das Wiedersehen war toll, muss ich schon sagen. Auf jeden Fall ging es dann nach ein paar Tagen in Paris in einer kleinen Wohnung weiter in die Normandie zu einem 70. Geburtstag Die Tante, die feierte, hat enge Verwandte im Krieg durch dt. Soldaten verloren, hegte aber keinen Groll, sondern sprach offen darüber. Diese Geburtstagsfeier war ziemlich schrecklich für mich, da ich erstens kaum etwas verstand, zweitens nur dumm rumgesessen habe und drittens Sophie genervt habe, da diese sich auch mit Ihren Verwandten beschäftigen wollte. Jedenfalls gingen die Tage in der Normandie vorbei und wir besuchten auch ein großes Polo-Turnier. Langsam wurde ich unruhig und wollte mit meinem gesamten Gepäck nach Grenoble und zur Schule. Dann war es endlich soweit, wir kamen in Grenoble an, aber Montags gingen nur die älteren Geschwister zur Schule. Sophie und ich mussten noch 2 Tage zu Hause bleiben. Dann endlich hatte auch ich eine Aufgabe. Mittwochs ging's los. Wir wohnten direkt in der Stadt und Thierry nahm uns morgens immer mit dem Auto mit. Abends fuhren wir mit der Tram. Manchmal zusammen, manchmal alleine. Das Schulsystem war total anders, aber nicht schlecht. Die Möglichkeit der Mensa mit dem warmen Essen war super! Die Schulzeit besteht tatsächlich nur aus Lernen. Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so wenig geredet und so viel gesessen und gelernt. An den Wochenenden haben wir dann aber richtig lange geschlafen und sind viel wandern gegangen.

Meine Eltern haben dann an einem Wochenende mich und auch Anns Gasteltern besucht. Ann kam dann die letzte Woche und hat bei Ihrer Austauschschülerin geschlafen. Die zwei haben sich auch gut verstanden und besuchen sich auch ab und an. So wollen Sophie und ich das auch halten.

Insgesamt hat der Austausch mir gut getan und gefallen, obwohl es auch harte Zeiten hauptsächlich zu Beginn und Ende gab. Ich habe sowohl an Sprachkenntnissen, als auch an allgemeiner kultureller Erfahrung gewonnen. Ich esse jetzt Muscheln und viele andere Dinge, die hier zu weit führen würden. Letizia, die ältere Schwester von Sophie, wurde von uns eingeladen im Sommer bei uns zu wohnen, wir brauchen nur noch einen Ferien-/Studentenjob für sie in der Zeit. Aber ich denke auch das wird sich regeln.

In diesem Sinne kann ich Euch auch nur ermutigen an dem Austausch teilzunehmen !

Liebe Grüße Caro


Grenoble 2010

Vom 18.03. bis 25.03.2010 fand zum dreizehnten Mal der einwöchige Wörth-Grenoble-Austausch statt. Nachdem die französischen Schüler von ihren deutschen Austauschpartnern herzlich am Bahnhof in Karlsruhe begrüßt wurden, besuchten die französischen Schüler am Freitag den Unterricht des Europa-Gymnasiums. Das Wochenende wurde mit vielen spannenden Ausflügen in den Familien verbracht. Montags fand der gemeinsame Ausflug statt: Emma Forkel, 7f:

Heidelberg:
„Unser erstes Ausflugsziel war Heidelberg. Diese Stadt mit unendlich vielen Touristen liegt am Neckar in Baden-Württemberg. Heidelberg ist bekannt für die alte Schlossruine, die schöne Altstadt und die Rupprecht-Karls-Universität, die älteste Hochschule Deutschlands. Die Austauschschüler und unsere Klasse haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe hat die Stadtführung auf Französisch und die andere auf Deutsch gemacht. Danach sind wir auf die alte Schlossruine. Dort haben wir das größte Fass Deutschlands gesehen und einiges über den Aufbau des Schlosses erfahren. Danach haben wir gepicknickt. Nach der Führung konnten wir uns in 4er Gruppen aufteilen und durch die Stadt laufen und shoppen.

Karlsruhe:
Am 22.03.2010 waren wir in Karlsruhe, der Fächerstadt. Am Morgen war unsere Klasse in der Schule, während unsere Austauschschüler das Schloss in Karlsruhe besichtigten und Masken basteln durften. Am Mittag trafen wir uns dann schließlich in Karlsruhe zum gemeinsamen Eis essen. Dann durften wir wieder in Gruppen von mindestens 4 Personen shoppen gehen.

Die letzten Tage:
Am 23.03.2010 Tag besuchten unsere Austauschschüler das Technikmuseum ZKM in Karlsruhe. Am letzten Abend trafen wir uns in Kandel zu einem Abschlussfest. Wir aßen gemeinsam zu Abend, tanzten, und es gab einige Präsentationen, wie zum Beispiel eine Diashow, Tänze, und ein paar gesungene Lieder. Die Party ging von 18:00 Uhr - 22:00 Uhr, und alle hatten viel Spaß. Leider mussten die Austauschschüler an diesem Abend noch packen. Am nächsten Tag trafen wir uns am Karlsruher Hauptbahnhof. Es flossen auch einige Tränen und der Abschied fiel allen ziemlich schwer. Obwohl wir wussten dass wir sie wieder sehen würden.

Vom 26.05. bis 02.06.2010 fand der Gegenbesuch der Schüler der 7. bilingualen Klasse in Grenoble statt. Kyra Geißer, 7f:
„Als wir in Karlsruhe in den Zug eingestiegen sind, waren wir alle sehr nervös, was jetzt auf uns zukommen wird. Aber in Grenoble angekommen, sind wir zuerst zu unserer Gastfamilie gegangen, dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Am nächsten Tag haben wir uns vor der Schule getroffen und dann die Schule besucht. Wir waren in Gruppen aufgeteilt, in denen wir dann den Unterricht besucht haben. Wir hatten die ersten zwei Stunden Mathe, danach eine Stunde Deutsch. Um 12 Uhr sind wir zusammen in die Kantine essen gegangen. Danach hatten wir noch drei Stunden Deutsch und eine Stunde Englisch. Um 17 Uhr war die Schule dann endlich vorbei. Der Tag war sehr lang und anstrengend. Am Freitag haben wir einen zweistündigen Rundgang durch Grenoble gemacht, die Führung war sehr interessant. Danach sind wir in ein Museum gegangen, dort haben wir die Führung etwas verkürzt, da wir alle etwas von der Stadtführung müde waren. An diesem Tag haben wir sehr viel von Grenoble gesehen, langweilig war es aber nicht, weil Grenoble eine sehr interessante Stadt ist. Das Wochenende haben wir in unseren Gastfamilien verbracht. Am Samstag war ich mit meiner Gastfamilie in einem Freizeitpark „Walibi“. Der Park ist schön und der Tag insgesamt auch. Am Sonntag haben wir mal ausgeschlafen und dann sind Victor, mein Austauschpartner und ich, ins Kino gegangen, in den Film „Prince of Percia“, ich habe den Film zum Glück sehr gut verstanden. Am Montag haben wir einen gemeinsamen Ausflug mit unseren Austauschpartnern gemacht. Wir haben das „Musée de l´eau“ in Pont-en Royans und die „Grottes de Choranche“ (Vercors) besucht, der Ausflug war sehr lustig, vor allem konnte man die Franzosen nochmal besser kennenlernen. Am letzten Tag haben wir „la Casamaures“ besucht, das ist ein sehr schönes orientalisches Haus in Grenoble. Als die Führung zu Ende war, sind wir in die Stadt gegangen und sind mit der „Téléphérique“ zur Bastille hochgefahren, von oben hatte man eine wunderschöne Aussicht über Grenoble. Dann haben wir die Gruppe aufgeteilt, eine Hälfte ist mit Frau Löhr runtergelaufen und die andern sind mit Frau Becker runtergefahren.

Ich bin runtergelaufen, ich habe eigentlich gedacht, dass es anstrengend wird, aber es war nicht so anstrengend, es hat sogar so viel Spaß gemacht, dass wir gesungen haben.

Am Abend fand dann die Abschlussparty statt. Auf der Party lernte man sich dann noch besser kennen und es wurden viele Freundschaften geschlossen, außerdem wurde geplant, dass man sich auf jeden Fall nochmal treffen möchte. Also auch der Dienstag war ein sehr schöner und gelungener Tag.

Mir hat der Austausch sehr viel Spaß gemacht, auch wenn die Führungen manchmal etwas lang waren, war es immer sehr schön. Außerdem konnte man sein Französisch verbessern. Ich finde, dass unsere Klasse seit dem Austausch auch besser zusammenhält. Auch die Lehrer konnte man einmal von einer neuen Seite kennenlernen und sehen, dass sie sehr nett sind.“


Individuelle Schüleraustausche mit Frankreich im Schuljahr 2009/10

Zwei französische Schüler und ein deutscher Schüler (Bartholomeu Sartingen, 8e) nahmen am Brigitte-Sauzay-Programm teil, d.h. besuchten zwei bis drei Wochen den Unterricht der Partnerschule. Acht Schülerinnen und Schüler der bilingualen 7. Klasse (7f) verbrachten zwei bis drei Wochen in Grenoble und besuchten den Unterricht der Cité scolaire internationale Europole: Vanessa Barisch, Magdalena Berwanger, Henrik Frey, Jakob Fuchs, David Hellmann, Christine Kappes, Max Kaspers und Kim Schreiter. Henrik Frey berichtet:
„Es war sehr schön in Frankreich. Ich habe mich mit meinem Austauschschüler sehr gut verstanden. Wir haben viele Ausflüge gemacht, das Laufen war manchmal sehr anstrengend. Aber es war doch auch sehr schön. Die Grotten im Vercors, in denen wir waren, waren kalt aber sehr interessant. Die Schule ist lang, teilweise bis 18 oder 19 Uhr. Ich würde es jedem empfehlen, der die Sprache lernen will und etwas über Frankreich erfahren will.“

Im Gegenzug besuchten zehn Schüler der Cité scolaire internationale Europole den Unterricht des Europa-Gymnasiums. Myriam Delpuech:
„Hier in Deutschland ist das Schulsystem anders als in Frankreich. Man hat zum Beispiel nur bis 13 Uhr Unterricht (in Frankreich meistens bis 18 Uhr) und eine Schulstunde dauert 45 Minuten (in Frankreich 55 Minuten). Die Noten gehen von 1 bis 6, in Frankreich bekommt man eine Punktzahl von 0-20. Die Schule hier wird nicht so überwacht wie in Frankreich: es gibt nicht überall Zäune oder Lehrer, die aufpassen. Ich finde es ungewöhnlich und toll, dass man nachmittags so viel Zeit für sich hat. Vom Essen her habe ich auch gemerkt, dass man in Deutschland viel mehr isst als in Frankreich : die Schüler haben immer ein Pausenbrot dabei, und dann gibt es noch Mittagessen, und um 16 Uhr essen sie schon wieder. Allerdings ist das Abendbrot gut, weil man da nur vespert (In Frankreich ist das "dîner" eine richtige Mahlzeit). Ich merke auch, dass man sich in Deutschland anders begrüßt als in Frankreich: Man umarmt sich, und in Frankreich küsst man sich auf die Wangen. Ich finde die Leute in Deutschland viel freundlicher als in Frankreich, natürlich hängt es von den Personen ab, aber allgemein sind die Franzosen nicht so freundlich wie die Deutschen. In der Familie gibt es eigentlich kaum Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland.“

Meine Erfahrungen in Deutschland von Roxane Agon:
„Hier in Deutschland gibt es drei Sachen, die ganz anders als in Frankreich sind: das Essen, die Schüler und die Schule...
Die Deutschen essen viel öfter als die Franzosen, aber auch weniger... Das heißt, dass meine Korres zum Beispiel fast nicht frühstückt, aber sie nimmt dann immer ein Brötchen für die Schule mit. Dann kommt sie um halb zwei wieder nach Hause und hat dann Mittagessen. Danach kann sie ein Eis oder so etwas am Nachmittag essen und schließlich gibt es noch das Abendessen oder Abendbrot... In Frankreich isst man viel am Morgen, dann noch ein gutes Mittagessen und bald dann das Abendessen, aber gar nichts anderes. Auch die Essenszeiten sind ganz anders: in Deutschland kann man das Abendessen um 18 Uhr sowie um 21 Uhr haben und in Frankreich ist es immer um die selbe Uhrzeit.

Die Schüler in Deutschland sind freundlicher als in Frankreich. Die sind ganz froh, dass bald Austauschschüler kommen, die sprechen gern mit denen. In Frankreich freuen sich die Schüler nicht so viel und sprechen auch nicht mit denen. Ich finde, dass es also besser ist, eine französische Austauschschülerin als eine deutsche Austauschschülerin zu sein...

Und die deutsche Schule ist einfach besser. Die Schüler haben Unterricht bis um 13 Uhr und dann dürfen sie nach Hause!!! Die bekommen auch gar nicht so viele Hausaufgaben und haben dann mehr Zeit für ihre Hobbys. Sie haben auch keine ganze Stunde, sondern 45 Minuten Unterricht. Darum ist Deutschland besser als Frankreich (finde ich!). 

Im Rahmen des Rheinland-Pfalz / Elsass-Austauschs waren zwei französische Schülerinnen in der 8d des Europa-Gymnasiums zu Gast, Martina Graf und Sandrine Weber verbrachten umgekehrt zwei Wochen an elsässischen Schulen. Martina Graf:
„Ich bin vom 16.1- 31.1.10 in einem kleinen Touristendorf im Elsass namens Rosheim gewesen. Es ist ca. 20 Minuten von Straßburg entfernt. Ich bin dort bei einer ganz netten Familie untergekommen. Meine gleichaltrige Austauschschülerin hat noch eine ältere Schwester und einen jüngeren Bruder. Ich war bei meiner Gast-Schwester in ihrem Zimmer untergebracht und ich durfte in ihrem Bett schlafen. Leider war mein Gast-Vater fast die gesamte Zeit auf Dienstreise.

Die Schule, in der ich war, ist im Nachbardorf Molsheim. Da sind wir etwa um 7:30 mit dem Bus hingefahren. Ich finde, dass ich sehr viel Glück mit der Schule hatte, denn ich hatte nicht samstags Unterricht. Die Schüler, die am Ort in die Schule gehen, müssen auch samstags in die Schule. Ich war auf einer Schule mit bilingualem Unterricht. Somit hatte ich Biologie, Geschichte, die eine Hälfte in Mathe und Deutsch auf Deutsch. Die Schulstunden in Frankreich sind komplett anders als in Deutschland. Man hat zum Beispiel bis um 17 Uhr Schule, außer mittwochs. Wenn ich die Schule früher hätte verlassen wollte, hätte ich eine Bescheinigung von meinen Gast-Eltern haben müssen. Ohne diese bleiben die Schultore bis zum Schulschluss geschlossen.

Da ich auch zuhause reite, durfte ich an 3 Samstagen mit meiner Gast-Schwester auf einen Reiterhof reiten gehen. Da konnte ich auch mit der Gruppe einen Reitausflug in die verschneite Umgebung machen. Das war super!

Am Samstag sind wir in Strasbourg gewesen und habe eine Tour durch die Altstadt gemacht. Natürlich durfte das Münster nicht fehlen.

Mit meiner Gast-Schwester habe ich alle ihre abendlichen Aktivitäten wie z.B. Klavier- und Konfirmandenunterricht mitgemacht. Auch wenn ich nicht immer alles verstanden habe, so war es doch sehr interessant den französischen Alltag kennengelernt zu haben. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn meine Gast-Schwester mich besucht. Wir haben uns sehr gut verstanden.


verfasst von: BeD

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