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Girls'Day bei Siemens

30.04.2009

Was wird aus uns; wenn wir die Schule beendet haben? Studieren oder Ausbildung? Und wenn ja, wo? Immer mehr Fragen über unsere Zukunft scheinen unseren Alltag zu bestimmen. Firmen werben mit einer Vielzahl an Ausbildungsplätzen, Universitäten mit den unterschiedlichsten Studiengängen.  Doch was, wenn wir selbst nicht wissen, was wir wollen? Und was ist mit den Berufen, die viele von uns niemals in Betracht ziehen würden? Häufig schrecken wir vor so genannten „Männerberufen“ wie Mechaniker, Elektriker oder Techniker zurück. Doch meistens sind es nicht mehr als Zweifel, die uns daran hindern, einen solchen Werdegang anzustreben.

Wie sollten wir es als Frauen schaffen, in einer reinen Männerwelt zu überleben? Würden sie uns in ihrem Territorium respektieren oder nicht?

Gerade aus diesem Grunde bieten immer mehr Betriebe den Girls’ Day an, welcher jährlich in der 4. Aprilwoche stattfindet. Das Ziel: Frauen in typische Männerberufe einzuführen und ihnen zu genug Selbstbewusstsein zu verhelfen, um sich in diesem von Männern dominierten Umfeld durchsetzen zu können. So auch dieses Jahr …

Als wir am 23. April bei Siemens eintrafen, konnte man die Aufregung geradezu spüren. 119 Mädchen waren gekommen, um gemeinsam einen Einblick in die Arbeitswelt bei Siemens zu bekommen und doch wusste keine von uns, was sie erwarten würde …

Nachdem alle problemlos ihre Namenschilder gefunden und in dem extra für uns hergerichteten Goethesaal Platz genommen hatten, begrüßte uns Herr Epp herzlich im Name der Vorstandschaft. In einem kurzen Vortrag führte er uns vor Augen, wie wichtig Siemens doch für Deutschland und den Rest der Welt sei; und obwohl wir natürlich alle schon einige Male zuvor von dem Unternehmen gehört hatten, erfuhren auch wir einige neue und interessante Dinge.

Nach einigen weiteren Vorträgen über mögliche Ausbildungsplätze und –bereiche erzählten uns zwei junge Frauen, welche beide ihre Lehre bei Siemens abgeschlossen und nun ebenfalls dort angestellt waren, von ihren Eindrücken und Erfahrungen in dieser doch eher „maskulinen“ Welt.

Nach Beendigung dieser Ansprache wurden wir alle in kleine Gruppen eingeteilt und von Betreuern, welche selbst bei Siemens ihre Ausbildung machten, über das riesige Gelände zu unseren Stationen geführt.

Erster Halt war die Werkstatt, in der wir mithilfe von mehr oder weniger fachkundigen Ratschlägen ein Mini-Roulette zusammenbauten und löteten. Nachdem sich die Nervosität, aufgrund so viel männlicher Unterstützung einigermaßen gelegt hatte, schafften es auch die meisten von uns, ihr ganz persönliches Roulette herzustellen, und schon nach kurzer Zeit konnte man es aus jeder Ecke blinken sehen. Damit wären unsere Pausen gerettet… Danke Siemens!

Obwohl wir „unseren“ tatkräftigen Helfern gern noch etwas länger Gesellschaft geleistet hätten, mussten wir aufbrechen, denn die anderen Gruppen nahten.

Niedergeschlagen aber dennoch neugierig, was denn nun kommen möge, machten wir uns, tippend auf unseren neuen Spielzeugen, auf den Weg zum nächsten Anlaufpunkt.

Hier wurden wir freudig empfangen, und nachdem wir uns mit Cola und Gummibärchen gestärkt hatten, wurden wir in einem interaktiven Vortrag über die Steuerung eines Kraftwerks aufgeklärt. Unser neu erlangtes Wissen wurde dann durch einen simulierten Notfall auf die Probe gestellt. Durch einen internen Fehler erfolgte der Komplettausfalls des Springfielders Atomkraftwerks. Doch nach einer genauen Problemanalyse (Die Bilder sind tot!! Entschuldigung… rot!!) konnte größerer Schaden vermieden werden und Homer J. Simpson durfte wieder aufatmen. Trotz dieses durchaus ernstzunehmenden Vorfalls, lachten wir viel und auch die Mitarbeiter selbst hatten ihren Spaß an uns, sodass wir den Raum später beschwingt verließen.

Nun stand der PC-Service an. Aber auch diesen meisterten wir nach anfänglichen Schwierigkeiten (Arbeitsspeicher und Graphikkarte sehen sich ja auch so ähnlich ) glänzend und wurden abermals mit Gummibärchen belohnt.

Die letzte Station auf unserer Liste war nun das betriebseigene Labor. Doch nun galt es, die nächste Hürde zu bewältigen…:  Ein Foto. Haare wurden gerichtet, ein gewinnendes Lächeln aufgesetzt und einige hofften wohl inständig, Heidi Klum persönlich würde entscheiden, ob wir das Labor betreten dürfen oder nicht!

Doch nichts dergleichen passierte, und so erfuhren wir alle gemeinsam etwas über Software und Dokumentation.

Mit knurrenden Mägen machten wir uns auf den Rückweg zum Foyer, denn trotz der Massen an Gummibärchen freuten wir uns auf das so genannte „Fingerfood“. Siemens gab sich alle Mühe, um unsere hungrigen Mägen mit Pizza und Brötchen zu besänftigen, und siehe da, es schmeckte sogar sehr gut! Ein großes Kompliment an die Küche …

Eine halbe Stunde später nahmen wir abermals auf unseren Stühlen Platz und wurden von dem Betriebsleiter zurückerwartet. Nach einer weiteren kurzen Ansprache und der Möglichkeit, Fragen zu stellen, erhielten wir – nein diesmal keine Gummibärchen – ,zusammen mit einigen fachkundigen Unterlagen über den Betrieb, ein Zertifikat, welches den aufregenden Tag bei Siemens bestätigte. Zufrieden machten wir uns auf den Heimweg, und immer wieder nahmen wir unser kleines Roulette in die Hand und erinnerten uns an die vergangenen Stunden.

Der Girls’ Day bei Siemens war eine tolle und interessante Erfahrung, und ich vermute, dass viele von uns einer Entscheidung, welchen Berufsweg sie einschlagen möchten, ein Stück näher gekommen sind, ob positiv oder negativ. Alles in allem war der Girls Day ein voller Erfolg, den ich an alle weiterempfehlen kann, die gerne einmal die Arbeitsluft in „Männerberufen“ schnuppern möchten!!

Laura Ill, 10c, 2009


Girls'Day beim Radiologiezentrum

30.04.2009

Am Girls’ Day, dem 23. April 2009, habe ich das Radiologiezentrum „Radzep“ in der Zeppelinstraße besucht.

Dort habe ich einen kleinen Einblick in das Berufsfeld einer MTA im radiologischen Bereich sowie in die Tätigkeiten einer Mitarbeiterin im Anmeldungsbereich erhalten. Zuerst wurden wir den Ärzten Dr. Krohn, Dr. Friedburg, Dr. Schneiderhahn, und Dr. Zehender vorgestellt, Dr. Scherer hat uns mit in die Praxis genommen.

Von 8.30-10.00 Uhr konnte ich bei der Durchführung einer Kernspintomographie im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Schädels, des Handgelenks und des Knies zuschauen. Danach ging es von 10.00-11.00 Uhr in den Anmeldebereich, wo ich über die An- und Aufnahme von Patienten, die telefonische Terminvergabe, das Scannen von radiologischen Befunden, über anfallende Bestellungen von Kontrastmitteln und den allgemeinen Praxisbedarf und den Postversand von Röntgenbildern und Arztbriefen informiert wurde. Nach einer kleinen Pause durfte ich noch von 11.30-12.30 Uhr beim Röntgen und der Mammographie zuschauen, und Dr. Krohn hat uns die Auswertung der Bilder erklärt.

Zum Schluss durfte ich noch an Bernadette, die mit ihrer Schwester Meike auch dabei war, durch Ultraschall die Schilddrüse anschauen, unter Aufsicht von Dr. Krohn. So gegen 13.00 Uhr sind wir dann wieder nach Hause gefahren.

Am besten an der Arbeit im Radiologiezentrum hat mir das Auswerten von Bildern gefallen, sowohl bei der Kernspintomographie als auch beim Röntgen, weil man dafür den menschlichen Körper gut kennen und auf die kleinsten Details achten muss.

Insgesamt fand ich die Arbeit jedoch überall spannend, weil ich viel Neues gelernt habe und Berufe entdeckt habe, die ich bis jetzt noch nicht gekannt hatte.

Laura Schäfer, 9a, 2009